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Ernährung & Gesundheit

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Herzgesund Essen

18. November 2018

Mehr Nüsse, (fettreicher) Fisch, Avocado, Pflanzenöle, dafür weniger Fleisch und Wurst

Gesättigte Fette erhöhen das LDL-Cholesterin im Blut besonders stark. Ein hoher Cholesteringehalt ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt. Daher sollten fettes Fleisch, Wurst und fette Milchprodukte nur selten genossen werden.

Nüsse insbesondere Paranüsse und Walnüsse-liefern zwar viele Kalorien, enthalten jedoch sehr günstige Fettsäuren.

Fettreiche Meeresfische (Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch) haben einen hohen Gehalt an ω3-Fettsäuren, diese wirken sich besonders günstig auf den Cholesterinspiegel aus und wirken zudem entzündungshemmend. Unter den heimischen Fischen liefern Forelle, Saibling und österreichischer Alpenlachs die meisten ω3-Fettsäuren.

Für Salate sind Walnuss-, Lein-, Traubenkern- oder Hanföl ideal. Zum Kochen ist Raps- oder Erdnussöl optimal geeignet.

 

 

Reichlich pflanzliche Lebensmittel, wenig Zucker und Weißmehl

Täglicher Konsum verschiedener pflanzlicher Lebensmittel und damit eine höhere Aufnahme von wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen wirkt herzschützend.

Mindestens 3 Handvoll Gemüse und 2 Handvoll Obst täglich, etwa 1xpro Woche Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Sojabohnen).

Am besten nach dem Ampelprinzip essen: Täglich etwas Grünes, Gelbes und Rotes.

Es gilt: Je bunter, desto besser. Im Winter kann man auch Tiefkühlgemüse essen, bei Linsen und Bohnen kann auch Dosenware verwendet werden.

 

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So einfach geht Detox!

4. November 2018

Unser Körper besitzt ein Entgiftungssystem, welches vorwiegend in der Leber vorkommt. Dieses Entgiftungssystem besteht aus Enzymen die man als Phase I und Phase II Enzyme bezeichnet. Diese Enzyme werden durch Inhaltsstoffe wie sie in Gemüse und Obst vorkommen aktiviert. Dies ist auch der Grund, warum Gemüse wie z.B. Brokkoli vorbeugende Wirkungen bei Darmkrebs hat.

Brennesselsuppe:

4 mittelgroße Kartoffeln

100g Brennnesselblätter

2 Karotten

1 Knoblauchzehe

1 Zwiebel

Pfeffer, Muskat

100 mL Hafercuisine

ein Bund Petersilie

1 L Gemüsebrühe

1EL Kokosöl

Zubereitung:

Im Kokosöl die Zwiebeln und den Knoblauch glasig anbraten. Anschließend die klein geschnittenen Kartoffeln und Karotten hinzugeben, für 5 min anbraten und anschließend mit der Gemüsebrühe übergießen. Die Suppe für 20-25 Minuten kochen, bis die das Gemüse durch gekocht ist. Dann werden die Brennnesselblätter und die Petersilie zur Suppe hinzufügen und für 5 Minuten kochen. Daraufhin wird die Suppe fein püriert und schlussendlich mit dem Hafercuisine und den Gewürzen verfeinert.

Oder ein anderes Rezept:

 

200 g Brennnesseln

3 mittlere Kartoffeln

½ Zwiebel

100 ml Sojamilch

Suppenwürze

Muskatnuss

Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Die Zwiebel wird grob geschnitten und in Öl glasig geschnitten und in Öl glasig angedünstet. Die Kartoffeln werden gewaschen und in Würfel geschnitten. Die Brennnesseln und die Kartoffeln kommen nun zu der Zwiebel. Kurz mitrösten lassen und mit 250 ml Wasser ablöschen. Das ganze lässt man bei kleiner Hitze so lange köcheln, bis die Kartoffeln gar sind. Nun rückt man mit dem Pürierstab an. Die Zutaten fein pürieren, mit Sojamilch und den Gewürzen verfeinern.

 

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Was unser Körper braucht?

3. November 2018

Grundsätzlich gilt: Die optimale Mischung aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett ist ein Garant für den gesunden Erhalt des Körpers.

Die richtige Menge Eiweiß: Mindestens 0,8g/kg Körpergewicht- optimal sind 1-1,2 g/kg. Um den Körper mit allen notwendigen Aminosäuren zu versorgen ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit unterschiedlichen Eiweißlieferanten sinnvoll. Getreide, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse oder Pilze decken den Eiweißbedarf-bevorzugte sollten pflanzliche Quellen werden.

Gesunde Fette: Setzen sie auf reichlich gesunde Fette, wie sie zum Beispiel in Hanföl, Leinöl, Nussölen, Olivenölen oder Rapsöl vorkommen.

Langsame Kohlenhydrate: „Slow“ und „Ballast“ sind die richtigen Stichwörter: Kohlenhydrate aus Gemüse sind unbedenklich und können kaum überdosiert werden. Gemüse kann man essen bis man satt ist, 400-600 g sollten es pro Tag sein.

Vitamine: Prinzip „bunter Teller“, wer viel Gemüse und auch manchmal Obst unterschiedlichster Sorten zu sich nimmt, braucht sich keine Sorgen um den Vitaminmangel zu machen. Die für tierische Nahrungsmittel typischen B-Vitamine bekommt man schon durch geringe Mengen an Eier oder Milchprodukten, aber teilweise auch aus Getreide und Hülsenfrüchten.

Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe: Nüsse, Samen und dunkelgrünes Gemüse liefern genug von den Mikronährstoffen.

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Glutenhaltiges Getreide (u.a. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel) und ihre Wirkung

1. November 2018

Glutenhaltige Getreide werden in großen Mengen konsumiert. Weizen zählt weltweit zu den Grundnahrungsmitteln, das fast 50% unseres täglichen Kalorienbedarfs abdeckt. Es gibt verschiedene Ursachen, der Weizen- bzw. Glutenunverträglichkeit; oft ist eine eindeutige Identifikation schwierig. Neben einer Autoimmunerkrankung, der Zöliakie, gibt es die Gluten-Sensivität, aber auch die Weizenallergie.

Die Weizenallergie ist eine Reaktion des Immunsystems gegen Eiweißstoffe, die in Weizen enthalten sind. Es gibt drei verschiedene Routen, wie es zu einer Sensibilisierung gegen Weizeneiweißstoffe kommen kann: Inhalation von Weizenbestandteilen, Hautkontakt oder über das Essen von Weizen. Die Symptome können von Asthma und Rhinitis über Hautreaktionen und Magen-Darm-Problemen bis zum anaphylaktischen Schock reichen. Diese Allergie ist nicht nur bei Kindern weit verbreitet, Weizenallergie ist auch häufig bei Erwachsenen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten. Etwa 1% der Mitteleuropäer leidet an Zöliakie. Die Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, welche bei Menschen mit einer genetischen Bereitschaft durch Zufuhr des im Getreide enthaltenen Klebereiweißes (Gluten) auftritt und zur Schädigung der Dünndarmschleimhaut und in der Folge oft zu äußeren Krankheitszeichen führt. Bei Kindern sind dies vor allem Gedeihstörung, abnorme Stühle und verschiedene Mangelerscheinungen. Bei Erwachsenen sind die Krankheitszeichen oft untypisch, zB, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten, Blutarmut durch Eisenmangel (Eisenmangelanämie), gehäufte Fehlgeburten oder Osteoporose. Neben diesen typischen und atypischen Verläufen gibt es auch PatientInnen, die völlig beschwerdefrei sind.

Die Diagnose der Zöliakie wird einerseits aus dem Blut durch Antikörperbestimmung gestellt: die sogenannten Endomysialen Antikörper (EMA) und die Anti-Gewebs-Transglutaminase-Antikörper (tTGA) sind typischerweise erhöht. Zusätzlich müssen bei einer Spiegelung (Gastroskopie) kleinste Gewebsstückchen aus dem Dünndarm entnommen werden (Dünndarmbiopsie) und im Mikroskop untersucht werden, um die Dünndarmschädigung nachweisen zu können.

Die einzige derzeit verfügbare Behandlung der Zöliakie ist das Weglassen der krankmachenden Substanz, also eine lebenslange streng glutenfreie Ernährung. Mit dieser Diät sollte erst dann begonnen werden, wenn die Diagnose der Zöliakie gesichert ist.

Es gibt Menschen, die weder eine Zöliakie noch eine Weizenallergie haben, aber trotzdem Beschwerden entwickeln, wenn Sie Gluten-hältige Speisen essen.

 Dies wird als Glutensensitivität (im Englischen: „Non Coeliac Gluten Sensitivity“ abgekürzt als „NCGS“) bezeichnet. Die Beschwerden beim NCGS sind mannigfaltig und reichen von Magen-Darm Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall bis hin zu Müdigkeit, Kopf- , Muskel-, oder Gelenksschmerzen, Taubheitsgefühl, Hautausschlag, Depression und Angst. Um das Krankheitsbild des NCGS gibt es viele Kontroversen.

Weizen enthält neben Gluten eine Reihe von anderen Eiweißen, zB alpha-Amylase/Trypsin Inhibitoren (ATIs). Diese ATIs könnten ebenfalls für Beschwerden beim NCGS verantwortlich sein.

Weizen und Roggenprodukte haben außerdem oft einen hohen Gehalt an sogenannten FODMAPs (Fermentierbare Oligo-, Di-, und Monosaccharide und Polyole), zB in Form von Fruktanen. FODMAPs sind eine Gruppe von Kohlenhydraten, die unter anderem auch in Laktose (Milchzucker), Fruktose (Fruchtzucker), aber auch in Sorbit und Mannit (zB künstliche Süßstoffe) vorhanden sind. Getreideprodukte mit niedrigem FODMAP Gehalt sind meistens auch glutenfrei (zB auf Reis- oder Mais – Basis).

Es gibt daher eine große Überlappung des NCGS mit dem sogenannten „Reiz-Darm-Syndrom“ (RDS). Das RDS ist eine sehr häufige Erkrankung, die bis zu 15% der Bevölkerung betrifft und  bei der trotz chronischer Magen-Darm Beschwerden keine organische Ursache gefunden werden kann. Eine FODMAP-arme Ernährung führt nachweislich bei bis zu 74% der Menschen mit RDS zu einer Besserung der Beschwerden.

Um die Diagnose einer NCGS zu stellen sind somit mehrere Schritte erforderlich: Erstens müssen eine Zöliakie und Weizenallergie definitiv ausgeschlossen werden. Zweitens müssen FODMAPs als Auslöser von Beschwerden ausgeschlossen werden. Drittens sollte beim NCGS das Weglassen von Gluten innerhalb von Stunden oder Tagen zur Besserung und die Wiedereinnahme von Gluten zu Wiederauftreten der Beschwerden führen.

Quelle: MedUni Wien

 

Bildquelle: https://www.facebook.com/perciuleacphoto/

 

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Osteoporose

27. Oktober 2018
  • Osteoporose ist …

– eine Erkrankung der Knochen des Skeletts

– gekennzeichnet von einer niedrigen Knochendichte

– eine Beeinträchtigung der Knochenfestigkeit

  • Verminderung der Knochenmasse und –qualität, mit dem Risiko, spontan oder bei inadäquatem Trauma Frakturen zu erleiden.
  • Endokrin-metabolische Erkrankung

 

 

Ätiologie der Osteoporose

  • Osteoporose entsteht durch

– beeinflussbare Faktoren

– Ernährung,

– Bewegung,

– Hormone,

– Medikamente z.B. Kortikoide

– nicht beeinflussbare Faktoren

– Genetik,

– Alter

– Östrogenmangel bei postmenopausalen Frauen 

 

 

Prävalenz der Osteoporose

  • Laut WHO zählt die Osteoporose weltweit zu den 10 häufigsten Erkrankungen.
  • Alle 30 Sekunden erleidet jemand in Europa einen Knochenbruch durch Osteoporose!
  • Jede 3. Frau und jeder 5. Mann erleidet einen Knochenbruch durch Osteoporose.
  • In Österreich gibt es ca. 700.000 Betroffene.
  • Nur 25% wissen von ihrer Erkrankung.
  • Osteoporose ist keine „Frauenkrankheit“.
  • Mehr Männer als bisher angenommen sind davon betroffen.
  • Nur eine(r) von fünf Betroffenen wird rechtzeitig und richtig behandelt.

Ernährungsfaktoren der Osteoporose-Entstehung

Protektive Faktoren

  • Calcium (wesentlicher Bestandteil der Knochen)
  • Vitamin D (steigert Aufnahme von Calcium aus dem Darm und Einlagerung in den Knochen)
  • Vitamin K (ausreichende Synthese von Osteocalcin)
  • Phytoöstrogene (knochenprotektiver Effekt)
  • Fluorid (aktiviert Osteoblasten)

Fördernde Faktoren

  • Proteine (Proteinmangel und übermäßige Proteinzufuhr)
  • Phosphat (Auswirkung auf die Calciumbilanz?)
  • Übermäßige Kochsalzzufuhr (steigert renale Calciumausscheidung)
  • Alkohol, Kaffee (Störung des Vitamin D Metabolismus, vermehrte Ausscheidung)

Nährstoffe für den Knochenstoffwechsel

  • Bildung der organischen Matrix durch Proteine und Mineralstoffe (Ca, P, Mg) sowie Knochenmineralisierung
  • Metalloproteine (enthalten Selen und Zink) beeinflussen Calcium- und Knochenstoffwechsel
  • Das Zusammenspiel von Osteoklasten und Osteoblasten (Cross talk) passiert durch Kommunikationssignale (Cytokine), deren Expressiona. genetisch festgelegt ist, aber auch zu einem erheblichen Anteil durch die Ernährung über die Vermittlung von Hormonen beeinflusst werden kann.

Bioverfügbarkeit von Calcium

  • Pflanzliche Quellen: geringere Bioverfügbarkeit durch die gleichzeitige Anwesenheit von Phytaten, Oxalsäure etc.
  • Milch und Milchprodukte haben vergleichsweise gute Bioverfügbarkeit
  • Calcium aus Insekten und kleinen Fischen, die in tropischen und subtropischen Ländern traditionell ganz verzehrt werden, haben eine mit Milch vergleichbare Bioverfügbarkeit
  • Calcium aus löslichen Ca-Quellen haben ebenfalls eine gute Bioverfügbarkeit (z.B. Ca-reiches Mineralwasser → Vorsicht: Na-haltig!)

 

 

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Brot und seine Unverträglichkeiten

26. Oktober 2018

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Brotkonsum beträchtlich gesunken. Während der monatliche Pro-Kopf Verbrauch im Jahre 1974 bei 3,6 Kilo lag, ist er bis 2014/15 auf 3,0 Kilo zurückgegangen. Dabei ist es zu einer Verschiebung von Schwarz- zu Weißbrot gekommen. Während der Verzehr von Schwarz- und Vollkornbrot um 37,8 Prozent zurückgegangen ist (von 3,1 auf 1,9 Kilo), wird um 92,3 Prozent mehr Weißbrot verspeist, nämlich 1,1 statt 0,6 kg pro Kopf und Monat.

Studien zeigen, dass das Auftreten von Diabetes umso geringer ist, je ballaststoffreicher die Ernährung ist. Retrospektive Kohortenstudien zeigen, lieget die Aufnahme von Ballaststoffen bei 21-22 g Tag und deutlich unter der Empfehlung von mindestens 30 g. Vice versa hat sich gezeigt, dass das Risiko für Diabetes-Typ 2 durch eine langfristige tägliche Aufnahme von rund 40 g Ballaststoffen pro Tag um etwa 40 Prozent gesenkt werden kann.

Unverträglichkeiten gegenüber Getreide und seine Bestandteile sind im Zunehmen begriffen. Eine dieser Unverträglichkeiten ist die sogenannte Weizensensitivität oder „Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität“, die für die Zunahme von tatsächlichen Unverträglichkeiten verantwortlich sein dürfte.

Die Ursache der Weizensensitivität ist noch nicht geklärt, im Blickpunkt stehen derzeit vor allem die Amylase-Trypsin-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Proteinen als Bestandteile von Weizen und anderen Getreidearten, die der Abwehr von Parasiten und der Hemmung von Verdauungsenzymen dienen. Der Glutengehalt von Weizen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die neuen Weizensorten, der sogenannte Weichweizen, enthalten relativ viel hochmolekulares Gluten, da dadurch die Backeigenschaften gefördert werden. Bei Gebäck wird häufig noch isoliertes Gluten zugegeben, vor allem bei Aufbacksemmeln.

Sauerteig geführtes Gebäck hat deutlich weniger Fructane (FODMAPs des Weizens). FODMAP ist die Abkürzung für „fermentable oligo-, di- and monosaccharide. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen welche in vielen Nahrungsmitteln vorkommen und im Dünndarm nur schlecht resorbiert werden. Diese umfasst Fructose, Lactose, Fructane und Galakto-Oligosaccharide, und Sorbit und Mannit. Sauerteig geführtes Gebäck hat deutlich weniger FODMAPs, da Hefen ein sehr gutes Enzymsystem zu deren Aufbau besitzt. Die ebenfalls im Sauerteig enthaltenen Lactobacillen können das Gluten teilweise abbauen. Einige Bäckerbetriebe sind schon zu einer längeren Sauerteig-Führung zurückgegangen. Diese weist im Vergleich zu Hefegebäck weitere Vorteile auf wie längere Haltbarkeit, geschmackliche Komplexität, weniger rasches trocken und hart werden des Brotes und weniger Anfälligkeit für Schimmelbildung.

Bei Vollkornbroten ist das gesamte Korn enthalten, inklusive Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Bei weißem Mehl (auch Auszugsmehl genannt) werden die Randschichten entfernt und nur der Mehlkörper des Korns werden verarbeitet. Ballaststoffe im Vollkornmehl bewirken einen konstanten Blutzuckerspiegel, sodass wir uns länger satt fühlen und keine Energieeinbrüche haben. Darüber hinaus reinigen die Ballaststoffe den Darm beim Durchwandern unseres Körpers.

Bei gekeimten Brot wird das Getreidekorn zuerst mehrere Tage lang angekeimt. Dabei werden Kohlenhydrate abgebaut und Eiweiß aufgebaut. Durch die lange Keimung und die schonende Verarbeitung danach sind solche Brote besonders gut vorbereitet, vom Darm aufgenommen zu werden.

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Frustessen statt gesunder Ernährung?

14. Oktober 2018

Gewichtsprobleme und gescheiterte Diäten? Neurowissenschaftliche Studie sucht weibliche Teilnehmer!

Teilnahmekriterien? ­

  • Alter von 16-50 Jahren mit BMI ab 30 kg/m²
  • keine Lebensmittelallergien/unspezifischen Hautallergien ­(Pflasterallergie,…)
  • keine Vegetarierin/Veganer in
  • keine neurologischen Vorbefunde/Störungen ­(Epilepsie)
  • keine Kopfverletzungen oder Läsionen ­
  • keine bariatrische Chirurgie
  • Rechtshänderin ­

Wie läuft die Studie ab?

 Die Studie besteht aus 2 Teilen:

  • einer Smartphone basierten Erhebung, mittels der wir verschiedene Essmuster im  Alltag erfassen wollen.
  • anschließend eine Erhebung im Labor des Fachbereichs Psychologie, bei der wir uns anschauen, welche Prozesse im Gehirn vorgehen, während Essensbilder betrachtet  werden.

Wie funktioniert das Ganze? ­

  • Nachdem Sie sich bei uns per E-Mail gemeldet haben, vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin, der am Fachbereich Psychologie in der Hellbrunner Straße 34, 5020 Salzburg, stattfinden wird
  • Im ersten Teil der Studie beantworten Sie 8 Tage lang kurze Frage auf dem Handy.
  • Im zweiten Teil der Studie wird Ihre Hirnaktivität mittels EEG bei uns im Labor gemessen. Hierbei wird Ihnen eine Badekappen-ähnliche Haube auf den Kopf gesetzt. Die Messung der Hirnaktivität mittels Elektroden in der Haube ist schmerzlos und nicht spürbar.

Als Dankeschön von uns:

Sie erhalten neben Fahrtkostenerstattung und 30€ Aufwandsentschädigung eine individuelle telefonische oder schriftliche Rückmeldung ihrer Ergebnisse. Alternativ können Sie gratis an einem 2-stündigen Gruppentraining „Stress-Essen reduzieren“ in Salzburg teilnehmen.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter:

Weitere Informationen:

www.essforschung.at

 

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Diabetes und seine Folgen!

6. Oktober 2018
  • Alle 50 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Diabetes. Das sind 10.000 Menschen im Jahr.
  • Die meisten Todesfälle sind auf Herzinfarkt und Schlaganfall zurückzuführen.
  • Jedes Jahr werden in Österreich 2.500 Amputationen an Patienten mit Diabetes mellitus vorgenommen. Das sind 62 % aller Amputationen.
  • Jedes Jahr werden 300 Menschen mit Diabetes wegen ihres Nierenversagens dialysepflichtig. Das sind 26 % aller Patienten mit neuer Dialysepflichtigkeit.
  • Jedes Jahr erblinden in Österreich 200 Menschen als Folge des Diabetes mellitus

  • In Mitteleuropa ist die Zahl der Diabetiker seit 1998 um rund 40 % gestiegen.
  • Zurzeit gibt es in Österreich 600.000 Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind.
  • Im Jahr 2030 werden es in Österreich, vorsichtig geschätzt, mehr als 800.000 sein.
  • 85–90 % aller Diabetiker sind Typ-2-Diabetiker.
  • Übergewicht und Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel fördern die Entstehung des Typ-2-Diabetes. 50–60 % aller Österreicherinnen und Österreicher sind zumindest übergewichtig. Dieser Anteil steigt jährlich.
  • 30.000 Menschen in Österreich leiden an einem Typ-1-Diabetes, davon etwa 3.000 Kinder und Jugendliche.
  • Die Gesundheitskosten eines Menschen mit Diabetes mellitus liegen je nach Vorhandensein von Folgekrankheiten um 30–400 % über jenen eines Nichtdiabetikers.

  • Die direkten Kosten des Diabetes und seiner Folgekrankheiten in Österreich werden auf 4,8 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt.
  • In Mitteleuropa betrug die Kostensteigerung seit 2000 inflationsbereinigt 28 %.
  • Für 2030 lassen sich daher auf Basis aktueller Zahlen und Trends Kosten von mehr als 8 Mrd. Euro prognostizieren.

Quelle: Österreichische Diabetesgesellschaft

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Frustessen

30. September 2018

Gewichtsprobleme, gescheiterte Diäten oder Essanfälle?

Neurowissenschaftliche Studie sucht Teilnehmerinnen!

Oft behindern Essanfälle und „süße Versuchungen“, das Abnehmen. Unsere Studie sucht nach den neuronalen Grundlagen dieser Schwierigkeiten, also danach, wie das Gehirn in bestimmten Situationen auf Nahrungsmittel reagiert und wie sich das auf den Alltag auswirkt.

Bei Interesse bitte eine Mail mit dem Betreff „Frustessen“ an:

essen@sbg.ac.at oder PN an mich.

Mehr Informationen unter www.essforschung.at

Frustessen

 

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Essstörungen

29. September 2018

Essstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Mädchen und jungen Frauen. Sie entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Biologische, psychische, familiäre und soziokulturelle Ursachen greifen ineinander und beeinflussen oder verstärken sich gegenseitig.

Welche Anzeichen können auf eine Essstörung hindeuten?

Bei Essstörungen finden sich typischerweise zielorientierte Verhaltensweisen zur Gewichtskontrolle:

oftmaliges Wiegen, Umfangmessung von Körperteilen

Vermeidung von hochkalorischen, fetthaltigen oder kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln

Auslassen von einzelnen Gängen oder ganzen Mahlzeiten

Kauen und wieder Ausspucken von Nahrung

zwanghaftes Kalorienzählen, Abwiegen von Speisen

Vermeiden von Speisen, deren Kaloriengehalt nicht eindeutig bestimmbar ist

Verwendung von Süßstoffen, Fettersatzstoffen oder Light-Produkten

Verwendung von Appetitzüglern als Appetitkontrolle

exzessiver Konsum von Flüssigkeit vor den Mahlzeiten

nicht in Gemeinschaft essen

Nutzung von einengenden Bauchgürteln, beengender Kleidung oder Muskelanspannung, um beim Essen ein frühzeitiges Völlegefühl zu erzeugen

 

Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, wobei Mischformen häufig und die Übergänge fließend sind. Die Häufigkeit von Essstörungen ist aufgrund der anzunehmenden Dunkelziffer nur schwer exakt zu bestimmen.

Magersucht (Anorexia nervosa)

Charakteristisch für die Magersucht ist ein extremer, selbst herbeigeführter Gewichtsverlust. Durch Fasten, Erbrechen, aber auch die Anwendung von Abführ- und/oder Entwässerungsmitteln wird eine starke Unterernährung erreicht. Magersucht betrifft überwiegend das weibliche Geschlecht (ca. 90%) und tritt gehäuft im Alter zwischen 10 und 25 Jahren auf.

Typische Merkmale der Magersucht sind:

strikte Kontrolle der Nahrungsaufnahme

ausgeprägte Ängste vor Gewichtszunahme

Ausbleiben der Monatsblutung

gesteigerter Bewegungsdrang

körperliche Beschwerden: BMI unter 17,5, Kreislaufprobleme, Mangelerscheinungen durch Vitamin- und Mineralstoffmangel, Absinken der Körpertemperatur, Muskelschwäche, Haarausfall, Ausbleiben der Menstration (an mindestens drei aufeinanderfolgenden Zyklen), Schilddrüsenunterfunktion, Osteoporose

psychische Auswirkungen: Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug, Störung der Körperwahrnehmung, Schlafstörungen , innere Unruhe

Erfolgt keine Behandlung, kann die Erkrankung chronisch werden. Für einen geringen Prozentsatz der Erkrankten kann die Magersucht tödlich enden. Häufigste Todesursachen sind Herzversagen und Suizid.

Bulimie (Ess-Brech-Sucht, Bulimia nervosa)

Bulimie ist gekennzeichnet durch die unkontrollierte Aufnahme von kalorienreicher Nahrung und den anschließenden Versuch, diese durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder andere Kompensationsmaßnahmen wie Abführmittel ungeschehen zu machen. Bei den wiederholten Essattacken werden bis zu 10.000 Kalorien in sehr kurzer Zeit aufgenommen. Bulimie tritt mit einer Häufigkeit von 1–9% überwiegend bei Frauen auf. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 15–30 Jahren, etwas höher als bei der Magersucht. Der Anteil bei Buben und Männern ist allerdings im Steigen.

Typische Merkmale der Bulimie sind:

Patientinnen sind meist normal- bis übergewichtig

andauernde Beschäftigung mit Essen

wiederholte Episoden von Fressattacken

krankhafte Angst, dick zu werden

Zahnschäden durch Magensäure

Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche durch Elektrolytstörungen

Schädigung der Darmwand

geschwollene Speicheldrüsen durch das häufige Erbrechen

Osteoporose

Stimmungsschwankungen, Schamgefühl, sozialer Rückzug

 

Binge-Eating (Esssucht ohne Erbrechen)

Als Binge-Eating bezeichnet man episodisch – über sechs Monate hinweg mindestens zweimal pro Woche – auftretende Essanfälle, bei denen die Patienten die Kontrolle darüber verlieren, was und wie viel sie essen. Die Nahrung wird, ohne ein Hungergefühl zu spüren, aufgenommen und es wird so lange gegessen, bis sich ein belastendes Völlegefühl einstellt. Im Gegensatz zur Bulimie werden aber keine Maßnahmen gesetzt, um einer Gewichtszunahme vorzubeugen. Binge-Eating-Patienten sind daher häufig übergewichtig oder sogar adipös, dennoch leidet nicht jeder Mensch mit Gewichtsproblemen an Binge-Eating. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Diagnose

Die Diagnose kann in der Regel nach einem ausführlichen Gespräch gestellt werden. Folgende Untersuchungen geben Auskunft über mögliche gesundheitliche Schäden, die durch die Essstörung bereits eingetreten sein könnten:

Gewichtsbestimmung, Körpergröße, Ermittlung des BMI (Body-Mass-Index)

Messung von Blutdruck, Puls

Kontrolle auf Ödeme

Untersuchung der Herzfunktion

Blut- und Urinuntersuchung

Untersuchung von Leber und Niere

Behandlung

Essstörungen müssen in jedem Fall professionell behandelt werden. Je früher Betroffene Hilfe annehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung. Aus Schamgefühl wird oftmals versucht, die Erkrankung über lange Zeit geheim zu halten. Zudem befürchten insbesondere Kinder und Jugendliche, ihre Eltern zu enttäuschen.

Erste Anlaufstelle für Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen ist der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie (für Erwachsene der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie), ein Psychotherapeut oder eine Spezialambulanz für Essstörungen. Abhängig von der Art und Schwere der Essstörung kann die Therapie ambulant, tagesklinisch oder stationär erfolgen. Ziel der Therapie sind die Normalisierung des Essverhaltens, die Behandlung von psychischen Problemen und die Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit.

Quelle: netdoctor

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