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Ernährung & Gesundheit

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Kritische Nährstoffe in der Kinderernährung!

15. September 2018

Es verbleiben zwei in der Kinderernährung kritische Nährstoffe: Jod und Vitamin D.

Jod ist neben der Synthese von Schilddrüsenhormonen auch für die Gehirnreifung und die kognitive Entwicklung von Bedeutung. Zur Verbesserung der Jodversorgung sollte angereichertes Speisesalz verwendet werden. Nicht angereichertes Meersalz ist nicht geeignet, da sich das im Meerwasser überwiegend als Jodid vorliegende Jod beim Trocknen in Salinen in flüchtiges elementares Jod umwandelt und verloren geht. Für die Anreicherung von Speisesalz wird dagegen das stabilere Jodat verwendet.

 

In der Nahrung kommt Vitamin D in fettem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering, Leber, angereicherter Margarine und Eigelb vor. Die Vitamin D-Zufuhr mit der Nahrung hat für die Gesamtversorgung praktisch keine Bedeutung.

Das Ausmaß der Eigensynthese in der Haut bei Sonnenlichtexposition ist von der Jahreszeit, der Tageszeit, geografischen Breite, der Witterung, der unbedeckten Hautfläche sowie von der Dicke und Pigmentierung der bestrahlten Haut abhängig.

Eine moderate Supplementierung mit Vitamin D bei unzureichender Sonnenlichtexposition wird von der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfohlen.

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Apfelallergie Mal d-1

18. August 2018

Die Symptome der Apfelallergie sind vielfältig und ungleichmäßig über Europa verteilt. Während vorwiegend leichtere Krankheitsbilder in Nord- und Mitteleuropa beobachtet werden, treten bei Apfelallergikern in Südeuropa (Italien, Spanien) oftmals schwere Reaktionen auf. Die Ursache hierfür ist in der Wirkung unterschiedlicher Allergene zu suchen.

 

Apfelallergiker in Nord- und Mitteleuropa leiden hauptsächlich an lokalen Reizerscheinungen im Mund- und Rachenbereich (orales Allergiesyndrom) während bzw. unmittelbar nach dem Verzehr von frischen Äpfeln. Die Reaktionen sind die Antwort des Körpers auf die Anwesenheit des apfeleigenen Proteins Mal d 1. Mal d 1 gehört zur Familie der PR 10-Proteine, die in Stresssituationen, beispielsweise bei der Abwehr von Pathogenen, sowie während der Reife gebildet werden. Eine gegen Mal d 1 gerichtete Apfelallergie entsteht also in den meisten Fällen auf dem Boden einer bereits bestehenden Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen. Sie gehört daher zu den pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien. Es wird geschätzt, dass 50–75 % aller Birkenpollenallergiker in Nord- und Mitteleuropa auch von einer Apfelallergie betroffen sind. Die leichteren Krankheitsbilder sind zurückzuführen auf die Instabilität des Mal d 1- Proteins gegenüber den Bedingungen, die im Verdauungstrakt vorzufinden sind. Es entstehen Veränderungen in der Proteinstruktur, die zur Verminderung der allergenen Wirkung führen. Darüber hinaus ist Mal d 1 empfindlich gegenüber Verarbeitung, insbesondere Erhitzung, so dass verarbeitete Apfelprodukte von vielen Apfelallergikern vertragen werden.

 

 

Die Symptome nach dem Verzehr mancher Apfelsorten fallen bei Betroffenen unterschiedlich stark aus. Berichtet wird u.a. von mehreren möglichen allergieartigen Anzeichen nach dem Verzehr bestimmter Apfelsorten:

  • Lokales Kribbeln im Mundbereich
  • Juckreiz
  • Brennen und Schwellungen im Bereich von Mund und/oder Rachen
  • Augenjucken
  • Atemwegsbeschwerden
  • Allergieschock
  • Entzündungen im Bereich von Mund und Rachen
  • Entwicklung einer Kombination mit Birkenpollenallergie

 

 

Schlechter verträglichere Neuzüchtung

  • Braeburn
  • Elstar
  • Jonagold
  • Gala
  • Golden Deliciuos
  • Granny Smith
  • Pink Lady
  • Roter Delicious
  • Topas

 

Besser verträgliche Neuzüchtung

  • Rubinette
  • Santana

Gut verträglichere Traditionszüchtung

  • Adams Parmäne
  • Alkmene
  • Altländer Pfannenkuchenapfel
  • Ananasrenette
  • Biesterfelder Renette
  • Champagnerrenette
  • Danziger Kantapfel
  • Eifeler Rambur
  • Finkenwerder Herbstprinz
  • Goldparmäne
  • Goldrenette aus Blenheim
  • Goldrenette Freiherr von Berleppsch         
  • Gravensteiner
  • Holsteiner Cox
  • Kaiser Wilhelm
  • Madame Lesans Kalvill
  • Ontario
  • Pilot
  • Prinz Albrecht von Preußen
  • Roter Boskoop
  • Schöner Boskoop
  • Weigelts Zinszahler
  • Weißer Klarapfel
  • Weißer Winterglockenapfel
  • Wöbers Rambur

 

Verträglichere Apfelsorten für Diabetiker

  • Alkmene
  • Champagner Renette
  • Gehers Rambur
  • Gelber Edelapfel
  • Idared
  • Johannes Böttner
  • Lanes Prinz Albert
  • Ontario
  • Ulhorns Augustkalvill u.a.

Allergien-Grundlagen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Informationssystem genetische Sorten: http://www.genres.de/ausgewaehlte-themen/sortenabhaengigkeit-der-apfelallergie/
https://www.hs-owl.de/hsnews/news/newdetail/news/hochschule-owl-untersucht-alte-apfelsorten.html
Brandt Eckhardt, Brandt Judith: Natürlich Obst: Sorten Rezepte und Wissenswertes aus Norddeutschland. 2011. Verlag Wachtholz.
http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html
http://www.aid.de/presse/aktuell.php?mode=beitrag&id=5864
Robert-Koch-Institut: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. DEGS1. 2008-2011
ECARF Studie: Alte Apfelsorten lindern Allergie.  http://www.ecarf.org/presse/studie-alte-apfelsorten-lindern-allergie/

Weiterführende Informationen für Apfelallergiker > Bund Lemgo – Infos-für-Apfelallergiker

 

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Wie entsteht Hühnerei-Allergie?

3. August 2018

Wie entsteht Hühnerei-Allergie?

Weltweit sind  ungefähr 0.5-2.5% Menschen von einer Hühnerei-Allergie betroffen, allerdings zählt sie bei Kindern zu einer der häufigsten Allergien. Die Allergie wird durch Eiweißstoffe des Eis ausgelöst und ist meist mit der Bildung von IgE-Antikörpern assoziiert. Die fünf wichtigsten Hühnerei-Allergene sind Ovomucoid (Gal d1), Ovalbumin (Gal d2), Ovotransferrin (Gal d3), Lysozyme (Gal d4) und Albumin (Gal d5). Die meisten Allergene befinden sich im Eiweiß (Gal d1-4), nur Albumin ist im Eigelb vorhanden. Ovomucoid ist hitzestabil und wird nicht durch Verdauungsenzyme abgebaut.

 

 

Daher ist es das Allergen im Hühnerei, das die heftigsten allergischen Reaktionen auslöst. Die meisten Kinder (65-81%) jedoch können erhitzte Eier z.B. in gebackenen Produkten wie Kuchen, tolerieren und somit diese Produkte konsumieren, ohne dass es zu einer allergischen Reaktion kommt. Durch die Hitze beim Backen werden viele Eiweiße (nicht Ovomucoid!) verändert und sind daher nicht mehr allergieauslösend. Bei Allergie gegen Hühnerei sollte auf alle Fälle abgeklärt werden, ob Eier im gekochten/gebackenen Zustand gegessen werden können. Oft reagieren Hühnerei-AllergikerInnen auch auf andere Vogeleier, wie z.B. Ente, Gans, Wachtel, Trutuhahn, daher ist der Verzehr dieser Eier nicht sicher. Hat man IgE Antikörper gegen Gal d5 kann es sehr selten auch zu Kreuzreaktionen mit Hühnerfleisch kommen. In vielen Fällen verschwindet die Hühnerei-Allergie mit den Jahren von selbst, man wächst sozusagen aus der Allergie. Studien zeigen, dass 68% der Ei-AllergikerInnen das Allergen mit einem Alter von 16 Jahren tolerieren. Klinische Studien zur oralen Immuntherapie werden derzeit durchgeführt.

Quelle: FWF Wissenschaftskommunikationsprojekt, MedUni Wien

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Woher stammt unser täglich Salz?

15. Juli 2018

Wie archäologische Funde in Hallstatt darlegen, erlangte das “weiße Gold” bereits in frühester Vorzeit eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung und wurde, wie der Name vermuten lässt, oftmals mit Gold aufgewogen. Salz erfreut sich selbst im 21. Jhd. nach wie vor großer Beliebtheit.

In Deutschland werden im Jahr rund 14 Millionen Tonnen Salz gefördert. Hiervon landen jedoch nur knapp 3% als Speisesalz auf den Tellern restriktive im Salzstreuer und weitere 5% werden als Gewerbesalz in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Der mengenmäßig größte Anteil des Salzes findet in der Industrie sowie als Auftausalz auf unseren Straßen Verwendung.

 

Die im Salz enthaltenen Natriumionen Na+ erfüllen in unserem Körper eine Reihe an lebensnotwendigen Funktionen, darunter fällt der Flüssigkeitshaushalt und die Regulierung des Blutdrucks.

Kochsalz stellt nach wie vor die wichtigste Natriumquelle für den Körper dar. Daher kommt der Kochsalzzufuhr aus gesundheitspolitischen Überlegungen große Bedeutung zu. Heute wird dem Salz oftmals als schlagendes Verkaufsargument zusätzlich eine nicht wissenschaftlich fundierte, mystische/esoterische Wirkung zugesprochen. Bestes Beispiel hierfür ist das oftmals aus Polen stammende „Himalayasalz“.

Die wichtigste Natriumquelle ist das Kochsalz. Anhand des Natriumgehalts auf der Nährwertangabe kann auf den Salzgehalt zurückgeschlossen werden.

Umrechnungsfaktor von Natrium zu Salz: 1 g Natrium ist in 2.54 g Salz enthalten.

Die Sucht nach Salzigem

Salzig zählt neben süß, sauer, bitter und umami zu den fünf Hauptgeschmacksrichtungen. Eine Forschergruppe um Wolfgang Liedtke hat im Jahr 2011 den Natriumappetit einer näheren Untersuchung unterzogen. In dem Tierversuch wurde bei Mäusen durch Applikation des adrenocorticotropen Hormons (ACTH) ein Salz-Appetit induziert. Anschließend konnte mittels DNA-Chip-Technologie die Genexpression in den Nervenzellen des Hypothalamus analysiert werden.

In diesem Versuch wurden jene Genmuster durch die Stimulierung des instinktiven Salzappetits aktiviert, welche ebenfalls bei Kokain oder Opiat sowie einer Heroin-Sucht reguliert werden.

Der Salzappetit und die hedonische Neigung zum Salzgeschmack sind durch einen über 100 Millionen Jahre andauernden evolutionären Prozess entstanden.  Salz (NaCl) wird in der Lebensmittelindustrie aus technologisch bedingten Gründen und auch als Geschmacksverstärker eingesetzt.

 

Wieviel Salz ist ungesund?

Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt eine maximale tägliche Salzzufuhr von 5 g (2g Natrium) pro Person und Tag (WHO Aktionsplan EUR/RC61/12; www.euro.who.int). In vielen Industriestaaten liegt die tatsächliche Salzaufnahme jedoch deutlich über dieser Menge.

Die Folge einer zu hohen Salzaufnahme sind unter anderem hoher Blutdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen. Die WHO schätzt, dass mit einer Verringerung der Salzaufnahme von 10 g auf 5 g pro Tag die Gesamtschlaganfallhäufigkeit um 23% sowie die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 17% gesenkt werden können (WHO Aktionsplan EUR/RC61/12; www.euro.who.int). Wobei hier vorwiegend sogenannte „salzsensitive“ Menschen profitieren, also all jene die auf eine veränderte Speisesalzzufuhr mit einer Blutdruckveränderung reagieren. Neuere Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass Menschen mit einer täglichen Salzaufnahme von über 13,7 Gramm ein doppelt so hohes Risiko haben, an Herzinsuffizienz zu erkranken, als Menschen mit einer durchschnittlichen Aufnahme von 6,8 Gramm. Somit sollten dringend Strategien zur Vermeidung der Aufnahme großer Mengen Salz angedacht werden.

 

 

Wie gelangt das Salz in unseren Körper?

Um geeignete Strategien zur Salzreduktion entwickeln zu können, muss die Hauptquelle des Salzkonsums identifiziert werden. In der zu besprechenden Studie von Harnack und Mitarbeitern wurden von Dezember 2013 bis Dezember 2014 450 Erwachsene aus drei geographisch unterschiedlichen Regionen der USA, Birmingham (n=150), Palo Alto (n=150) und Minneapolis-St. Paul (n=150) einbezogen. Das Kollektiv bestand zum gleichen Teil aus Männern und Frauen und war auf vier Ethnien aufgeteilt (Schwarze, Asiaten, Lateinamerikanern und Amerikanern mit europäischer Abstammung). Alle Teilnehmer waren zwischen 18 und 75 Jahren alt und gesund. Um genügend auswertbare Daten der Probanden zu sammeln, mussten diese einmal die örtlich einbezogene Klinik aufsuchen sowie vier telefonisch durchgeführte 24-Stunden-Recalls innerhalb von elf Tagen absolvieren.

Zusätzlich wurde an den Tagen der Recalls die äquivalente Menge an Salz, das zum Würzen und Kochen verwendet wurde, gesammelt. Die Studienautoren gehen davon aus, eine gute Datenlage über die Einnahme aus folgenden Salzquellen erlangt zu haben: Die Salzzugabe zu den Speisen direkt am Esstisch, Salz, welches zum Kochen verwendet worden ist, Salz im Leitungswasser, Salz als Bestandteil von Lebensmitteln, Salz, welches in Lebensmitteln beim Außer-Haus-Verzehr aufgenommen wird und Salz aus Nahrungsergänzungen.

Die mittlere Natriumaufnahme in dieser Untersuchung lag bei 3,5 g/Tag und ist damit um ca. 75% höher als die WHO-Empfehlung von 2,0 g/Tag. Die Natriumaufnahme war bei Männern um durchschnittlich 24% höher.

Weitere Unterschiede konnten für die Ethnie (höher bei Schwarzen und Asiaten im Vergleich zu Lateinamerikanern), die Schulbildung (je höher der Bildungsgrad, desto geringer die Salzaufnahme), den Lebensort und das Körpergewicht (höher bei Adipösen im Verhältnis zu Normalgewichtigen) festgestellt werden.

Hauptausschlaggebend für die Salzaufnahme war der aus geschmacklichen oder technologischen Gründen zugegebene Salzgehalt in Lebensmitteln, welche außer Haus konsumiert wurden (70,9%), gefolgt von der Salzaufnahme über den „natürlichen“ Anteil an Salz in den Lebensmitteln (14,2%), Salz, welches beim Kochen zugegeben wird (5,6%) und der Salzgehalt, der zum Verfeinern von Speisen in den eigenen vier Wänden verwendet wird (4,9%). Vor allem jüngere Menschen (18 bis 24 Jahre) hatten aufgrund ihres Lebensstils einen besonders hohen Anteil an Salz aus Lebensmitteln, die außer Haus konsumiert wurden (75,0%).

In den genannten Ergebnissen wurde festgehalten, dass mehr als zwei Drittel des zugeführten Salzes direkt aus verarbeiteten Lebensmitteln stammt. Dies ist insbesondere besorgniserregend, da dieser Salzanteil für viele Konsumenten aufgrund mangelnden Wissens sowohl optisch als auch gustatorisch verborgen bleibt.

 

Zusätzlich fehlt in weiten Teilen der Bevölkerung das Bewusstsein für die gefährlichen Auswirkungen einer erhöhten Salzzufuhr und der damit assoziierten Auswirkungen auf den Organismus.

Die Ergebnisse zeigen klar, dass Maßnahmen, die auf eine Salzreduktion und die damit einhergehenden positiven Effekte auf Hypertonie und kardiovaskuläre Erkrankungen hinzielen, nur unter Reduktion des industriell zugegebenen Salzgehaltes erfolgen können.

Zwar stellt das Nachsalzen der Speisen am Tisch oder der übermäßige Salzeinsatz beim Kochen vor allem bei salzsensitiven Hypertonikern sicherlich einen ernährungstherapeutischen Aspekt dar, jedoch sollte das Hauptaugenmerk edukativer Maßnahmen auf der Vermeidung von industriell bedingten hohen Salzmengen liegen.

Wie aus den Daten abzuleiten ist, hängt eine vermehrte Salzaufnahme mit einem niedrigen Bildungsstand zusammen. Es ist daher sinnvoll, genau dieses Kollektiv an Menschen mit Maßnahmen bei der Salzreduktion zu erreichen. Vor allem die Wissensvermittlung zum Thema Salz stellt sicherlich einen interessanten Ansatz im Bereich „Public Health“ dar. Es geht darum, die Menschen auf die Folgen eines vermehrten Salzkonsums aufmerksam zu machen. Zusätzlich profitieren meiner Erfahrung nach viele Betroffene von einem Geschmackstraining. Salz, welches beim Kochen verwendet wird, kann sehr gut durch den richtigen Einsatz von Kräutern weitestgehend substituiert werden. Salzreduktionsmaßnahmen mit weitaus größerer Reichweite sind nur im Konsens von Industrie und Politik zu treffen und sollten auf den beigemengten Salzgehalt von Lebensmittelprodukten abzielen.

Derzeit stellt jodiertes Speisesalz nach wie vor eine wichtige Jodquelle dar, daher sollte bei Salzreduktionsmaßnahmen immer auch die Sicherstellung einer adäquaten Jodzufuhr bedacht werden.

Selbst du erfolgreiche Salzreduktionsmaßnahmen ist derzeit mit keiner suboptimalen Jodversorgung zu rechnen.

Quelle: Nutrition, Markus Györgyfalvay

 

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Low-Carb-Diät-Teil 1

14. Juli 2018

In den 1970er Jahren schwappte der Trend „Low Carb“ aus den USA nach Europa über. Der Ernährungswissenschaftler Dr. Atkins war einer der Begründer dieser Diätform.

Ketogene Diät, Atkins-Diät, New-York-Diät-die Low Carb Diät hat viele Namen, die alle für das gleiche Prinzip stehen. Man isst weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Fett und Protein. Die Low-Carb Diät kann unterschiedlich durchgeführt werden. Die Atkins Diät setzt auf maximal 20 Gramm Kohlenhydrate pro Tag. Ziel der Low-Carb-Diät ist es den Körper zur Fettverbrennung zu zwingen. Wenn man über längere Zeit auf Kohlenhydrate verzichtet, wechselt der Körper von einem normalen Stoffwechsel in einen künstlichen Hungerstoffwechsel.

In diesem Stadium reagiert der Körper, als leide er seit längerer Zeit unter Nahrungsentzug- und greift die Fettreserven an. Damit der Körper das Fett als Energielieferant nutzen kann, wandelt er es in Ketonkörper um. Diese geben der Ketogenen Diät auch den Namen. Normalerweise ist bei jedem Essen etwas dabei von den drei Makronährstoffen: Kohlenhydrate aus Nudeln oder Kartoffeln; Fett aus Käse; Proteine aus Ei; Fisch oder Fleisch.

 

 

Alle drei Stoffe werden im Verlauf eines eigenen Stoffwechsels in ihre Grundbausteine abgebaut: in der Glykolyse lösen sich Kohlenhydrate auf, die Beta-Oxidation zerlegt Fette und der Proteinstoffwechsel spaltet die Eiweiße in Aminosäuren. Kohlenhydrate werden in Glucose zerlegt und in der Glykolyse weiterverarbeitet, oder sie füllt die Glykogenspeicher auf. Diese Speicher kann der Körper bei anstrengender Bewegung leeren und so schnell die gespeicherte Energie nutzen. Langfristig können überschüssige Kohlenhydrate als Energiereserve in Form von Fettpolstern angelegt werden.

Diese Prozesse werden-aus Mangel an Kohlenhydraten-während einer Low-Carb-Diät unterbrochen; der Körper muss also auf andere Energiequellen zurückgreifen. Die Energie wird zunächst durch die fett- und proteinreiche Ernährung der Diät bereitgestellt.

 

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Vitamin C-ein vielfältiges Vitamin

6. Juli 2018

Vitamin C hat eine Vielzahl von Funktionen in unserem Körper.

Antioxidative Funktion:

Vitamin C ist das wirkungsvollste wasserlösliche Antioxidans, das Sauerstoffradikale (ROS) direkt beseitigt und andere Antioxidantien, wie Vitamin E regeneriert.

Kofaktor bei der Biosynthese:

Vitamin C ist ein Kofaktor für die Biosynthese von vielen Molekülen, darunter von Kollagen, Neurotransmittern (Noradrenalin, Serotonin), Peptidhormonen (Vasopressin) und Hypoxie-induzierbaren Faktor-1a. Vitamin C hat auch eine parakrine Bedeutung in der Sekretion von Cortisol von der Nebennierenrinde. Vitamin C und Hydrocortison wirken synergistisch im Schutz der endothelialen Barrierefunktion.

Immunabwehr und inflammatorische Antwort:

Vitamin C kann die Infektionsabwehr durch Steigerung der Chemotaxis und Phagozytose, durch ROS-Generation und Abtötung von Mikroorganismen verbessern.

Wundheilung:

Vitamin C ist entscheidend für die Wundheilung, nicht nur durch Förderung der Kollagenbildung, sondern auch durch zeitgerechte Dämpfung der inflammatorischen Phase, Förderung der Migration von Fibroblasten, der Gewebematrix-Bildung und Gefäßneubildung.

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Das gesunde Rezept-Kichererbsen-Curry

9. Juni 2018

Rezept:

1x 400g Dose Kokosmilch
1x 400 g Dose gewürfelte Tomaten
1x 400 g Dose Kichererbsen, abgetropft
1 cm frischer Ingwer
3 Karotten
1 große Zucchini
1 Zwiebel
1 Knobleuchzehe
ein Bund Korianderblätter
1 TL Curry
1 TL Curcumin
etwas Sojasauce und Pfeffer
1EL Pflanzenöl
dazu: Vollkornreis

 

 

 

Zubereitung:

Für den Reis:
Den Vollkorneis mit der doppelten Menge an Wasser für ca 40 Min echt köcheln lassen.

Für das Curry:
Die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer ein hacken und in Pflanzenöl glasig braten.,Curry
Die Karotten und die Zucchini grob schneiden und mit dem Zwiebel und Knoblauch
anbraten. Anschließend die Kichererbsen, gewürfelte Tomaten und Kokosmilch hinzu
mengen und mit den Gewürzen verfeinern. Das Curry noch für 10 Minuten leicht köcheln
lassen und anschließend mit Reis servieren.

 

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Rheumatoide Arthritis und Ernährung

14. Mai 2018

Bei Rheumatikern bekämpfen fehlgesteuerte Immunzellen körpereigenes Gewebe. Ein spezielle Ernährung hilft Schmerzen und Medikamentendosis zu reduzieren. Autoimmunprozesse verursachen Entzündungen in den Gelenken. Dadurch vernarbt und wuchert die Gelenkinnenhaut immer mehr, Knorpel und Bänder werden geschädigt. Die Gelenke schwellen an, Schmerzen vor allem nachts und fühlen sich morgens steif an. Extrem wichtig ist eine entzündungshemmende Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren und vielen pflanzlichen Mineralstoffen und Antioxidantien.

 

 

Ernährungsempfehlung bei Rheumatide Arthritis:

  • Täglich Obst in Maßen und reichlich Gemüse-als Rohkost, gedünstet oder als Smoothie. Pflanzliche Antioxidantien unterdrücken Entzündungsaktivitäten
  • Entzündungshemmend wirken Omega-3-Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen und fettem Fisch
  • Hochwertige Eiweißquelle wie Nusskerne und Hülsenfrüchte
  • Fleisch höchstens 2-mal wöchentlich essen
  • Süßes, Weißmehl- und Weizenprodukte reduzieren
  • Reumatikern fehlen häufig B-Vitamine, Vitamin E sowie Magnesium, Kupfer und Selen. Man findet sie in grünem Tee, Nusskernen, Weizenkeimen, Vollkorngetreide, Linsen und Cashewkernen
  • Unfermentierte Sojaprodukte ( Sojamilch, -joghurt oder Tofu) sind   nicht empfehlenswert. Soja nur fermentiert essen: Tempeh, Miso, Natto

 

 

Entzündunghemmende Ernährung

Ernährung und Lebensstil haben einen entscheidenden Einfluss auf entzündliche Prozesse im Körper. Da das körpereigene Bauchfett enzündungsfördernde Hormone produziert, ist Übergewicht ein großer Risikofaktor. Zudem fördern bestimmte Lebensmittel aufflackernde Entzündungen regelrecht: Zucker vor allem und übermäßiger Fleischkonsum. Die entzündungsfördernde Arachidonsäure findet sich in allen tierischen Produkten, besonders im Schweinefleisch. Umgekehrt werden zu wenig entzuündungshemmende Stoffe, die die Natur bereithält gegessen. Täglich 3 Handvoll Gemüse und 1 Handvoll Obst. Mineralstoffe wie Magnesium aus Sonnenblumenkernen, Mandeln, Sesam, Spinat, Kartoffeln, Beeren, Bananen, Vollkornreis, Hirse, Sojaprodukten, Leber, Geflügel oder Lachs und Zink aus Vollkorngetreide, Kürbiskernen, Sojaprodukten oder Linsen.

 

Quelle: Die ErnährungsDocs

 

 

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Das gesunde Rezept-Rote Beete Risotto

11. Mai 2018

Mengenangaben:

2 gekochte Rote Beete

250g Risottoreis

2 rote Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1EL Honig

eine Hand voll Rosmarinzweige

ein Bund Petersilie

0,5L Gemüsebrühe

eine Hand voll geriebener Parmesan

etwas Pflanzenöl

etwas Feta

Zubereitung:

Die Rote Beete, die Zwiebeln und der Knoblauch werden fein in Stücke geschnitten und anschließend in Pflanzenöl anbraten. Sobald die Zwiebel glasig sind und die rote Bete etwas angebraten ist den Honig hinzugeben und kurz ankaramellisieren lassen. Danach wird der Reis hinzugegeben und kurz angedünstet. Dies wird anschließend mit der Gemüsebrühe abgelöscht und die Petersilie und Rosmarin werden untergemischt. Nun wird das Rissto auf mittlerer Hitze gekocht und ständig umgerührt, bis der Reis al dente ist. Schlussendlich wird noch der Parmesan untergerührt. Das Risotto wird dann mit etwas Feta serviert.

Ernährung & Gesundheit

Lebenswandel und Lebenserwartung

1. Mai 2018

Was bringt ein vernünftiger Lebenswandel für die Lebenserwartung?

Zwölf bis 14 zusätzliche Jahre sind möglich, sofern man fünf einfache Gesundheitsregeln befolgt.

  • gesunde Ernährung
  • regelmäßige Bewegung bzw. Sport (30 Minuten pro Tag)
  • normales Körpergewicht
  • maßvoller Alkoholkonsum (Frauen maximal ein Glas Wein am Tag, Männer maximal zwei)
  • sowie Verzicht auf Zigaretten und Tabak

Eine Arbeitsgruppe um den Prof. Frank Hu von der Harvard University haben die Gesundheitsdaten von 123.000 Frauen und Männer untersucht. Obwohl Amerika das Land der Spitzenmedizin ist, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten 79,3 Jahre. Das ist der niedrigste Wert unter den wohlhabenden Industrieländern und bedeutet bloß Rang 31 im „World Life Expectancy Ranking“ des Jahres 2015.

Auffällig ist zunächst die große Streuung. Im Vergleich der Frauen und Männer mit dem gesündesten bzw. ungesündesten Lebensstil tat sich ein Graben in der Bevölkerung auf. Erstere hatten im 30-jährigen Beobachtungszeitraum ein um 65 Prozent niedrigeres Krebsrisiko. Was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrifft, war der Unterschied noch größer, er lag bei minus 82 Prozent. In Jahre umgerechnet bedeutet das: Frauen, die bis zum Alter von 50 gesundheitsbewusst gelebt bzw. diese fünf Regeln beherzigt hatten, gewannen bis zu 14 Jahre an Lebenserwartung. Bei Männern betrug das Plus im Schnitt zwölf Jahre.

 Auffällig ist auch die große Streuung im Vergleich der Frauen und Männer mit dem gesündesten bzw. ungesündesten Lebensstil. Die gesündesten hatten im 30 Jährigen Beobachtungszeitraum ein um 65 Prozent niedrigeres Krebsrisiko. Was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrifft, war der Unterschied noch größer, er lag bei 82 Prozent.

 

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