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Ernährung & Gesundheit

Ernährung & Gesundheit

Osteoporose

27. Oktober 2018
  • Osteoporose ist …

– eine Erkrankung der Knochen des Skeletts

– gekennzeichnet von einer niedrigen Knochendichte

– eine Beeinträchtigung der Knochenfestigkeit

  • Verminderung der Knochenmasse und –qualität, mit dem Risiko, spontan oder bei inadäquatem Trauma Frakturen zu erleiden.
  • Endokrin-metabolische Erkrankung

 

 

Ätiologie der Osteoporose

  • Osteoporose entsteht durch

– beeinflussbare Faktoren

– Ernährung,

– Bewegung,

– Hormone,

– Medikamente z.B. Kortikoide

– nicht beeinflussbare Faktoren

– Genetik,

– Alter

– Östrogenmangel bei postmenopausalen Frauen 

 

 

Prävalenz der Osteoporose

  • Laut WHO zählt die Osteoporose weltweit zu den 10 häufigsten Erkrankungen.
  • Alle 30 Sekunden erleidet jemand in Europa einen Knochenbruch durch Osteoporose!
  • Jede 3. Frau und jeder 5. Mann erleidet einen Knochenbruch durch Osteoporose.
  • In Österreich gibt es ca. 700.000 Betroffene.
  • Nur 25% wissen von ihrer Erkrankung.
  • Osteoporose ist keine „Frauenkrankheit“.
  • Mehr Männer als bisher angenommen sind davon betroffen.
  • Nur eine(r) von fünf Betroffenen wird rechtzeitig und richtig behandelt.

Ernährungsfaktoren der Osteoporose-Entstehung

Protektive Faktoren

  • Calcium (wesentlicher Bestandteil der Knochen)
  • Vitamin D (steigert Aufnahme von Calcium aus dem Darm und Einlagerung in den Knochen)
  • Vitamin K (ausreichende Synthese von Osteocalcin)
  • Phytoöstrogene (knochenprotektiver Effekt)
  • Fluorid (aktiviert Osteoblasten)

Fördernde Faktoren

  • Proteine (Proteinmangel und übermäßige Proteinzufuhr)
  • Phosphat (Auswirkung auf die Calciumbilanz?)
  • Übermäßige Kochsalzzufuhr (steigert renale Calciumausscheidung)
  • Alkohol, Kaffee (Störung des Vitamin D Metabolismus, vermehrte Ausscheidung)

Nährstoffe für den Knochenstoffwechsel

  • Bildung der organischen Matrix durch Proteine und Mineralstoffe (Ca, P, Mg) sowie Knochenmineralisierung
  • Metalloproteine (enthalten Selen und Zink) beeinflussen Calcium- und Knochenstoffwechsel
  • Das Zusammenspiel von Osteoklasten und Osteoblasten (Cross talk) passiert durch Kommunikationssignale (Cytokine), deren Expressiona. genetisch festgelegt ist, aber auch zu einem erheblichen Anteil durch die Ernährung über die Vermittlung von Hormonen beeinflusst werden kann.

Bioverfügbarkeit von Calcium

  • Pflanzliche Quellen: geringere Bioverfügbarkeit durch die gleichzeitige Anwesenheit von Phytaten, Oxalsäure etc.
  • Milch und Milchprodukte haben vergleichsweise gute Bioverfügbarkeit
  • Calcium aus Insekten und kleinen Fischen, die in tropischen und subtropischen Ländern traditionell ganz verzehrt werden, haben eine mit Milch vergleichbare Bioverfügbarkeit
  • Calcium aus löslichen Ca-Quellen haben ebenfalls eine gute Bioverfügbarkeit (z.B. Ca-reiches Mineralwasser → Vorsicht: Na-haltig!)

 

 

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Brot und seine Unverträglichkeiten

26. Oktober 2018

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Brotkonsum beträchtlich gesunken. Während der monatliche Pro-Kopf Verbrauch im Jahre 1974 bei 3,6 Kilo lag, ist er bis 2014/15 auf 3,0 Kilo zurückgegangen. Dabei ist es zu einer Verschiebung von Schwarz- zu Weißbrot gekommen. Während der Verzehr von Schwarz- und Vollkornbrot um 37,8 Prozent zurückgegangen ist (von 3,1 auf 1,9 Kilo), wird um 92,3 Prozent mehr Weißbrot verspeist, nämlich 1,1 statt 0,6 kg pro Kopf und Monat.

Studien zeigen, dass das Auftreten von Diabetes umso geringer ist, je ballaststoffreicher die Ernährung ist. Retrospektive Kohortenstudien zeigen, lieget die Aufnahme von Ballaststoffen bei 21-22 g Tag und deutlich unter der Empfehlung von mindestens 30 g. Vice versa hat sich gezeigt, dass das Risiko für Diabetes-Typ 2 durch eine langfristige tägliche Aufnahme von rund 40 g Ballaststoffen pro Tag um etwa 40 Prozent gesenkt werden kann.

Unverträglichkeiten gegenüber Getreide und seine Bestandteile sind im Zunehmen begriffen. Eine dieser Unverträglichkeiten ist die sogenannte Weizensensitivität oder „Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität“, die für die Zunahme von tatsächlichen Unverträglichkeiten verantwortlich sein dürfte.

Die Ursache der Weizensensitivität ist noch nicht geklärt, im Blickpunkt stehen derzeit vor allem die Amylase-Trypsin-Inhibitoren. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Proteinen als Bestandteile von Weizen und anderen Getreidearten, die der Abwehr von Parasiten und der Hemmung von Verdauungsenzymen dienen. Der Glutengehalt von Weizen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die neuen Weizensorten, der sogenannte Weichweizen, enthalten relativ viel hochmolekulares Gluten, da dadurch die Backeigenschaften gefördert werden. Bei Gebäck wird häufig noch isoliertes Gluten zugegeben, vor allem bei Aufbacksemmeln.

Sauerteig geführtes Gebäck hat deutlich weniger Fructane (FODMAPs des Weizens). FODMAP ist die Abkürzung für „fermentable oligo-, di- and monosaccharide. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Kohlenhydraten und Zuckeralkoholen welche in vielen Nahrungsmitteln vorkommen und im Dünndarm nur schlecht resorbiert werden. Diese umfasst Fructose, Lactose, Fructane und Galakto-Oligosaccharide, und Sorbit und Mannit. Sauerteig geführtes Gebäck hat deutlich weniger FODMAPs, da Hefen ein sehr gutes Enzymsystem zu deren Aufbau besitzt. Die ebenfalls im Sauerteig enthaltenen Lactobacillen können das Gluten teilweise abbauen. Einige Bäckerbetriebe sind schon zu einer längeren Sauerteig-Führung zurückgegangen. Diese weist im Vergleich zu Hefegebäck weitere Vorteile auf wie längere Haltbarkeit, geschmackliche Komplexität, weniger rasches trocken und hart werden des Brotes und weniger Anfälligkeit für Schimmelbildung.

Bei Vollkornbroten ist das gesamte Korn enthalten, inklusive Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen. Bei weißem Mehl (auch Auszugsmehl genannt) werden die Randschichten entfernt und nur der Mehlkörper des Korns werden verarbeitet. Ballaststoffe im Vollkornmehl bewirken einen konstanten Blutzuckerspiegel, sodass wir uns länger satt fühlen und keine Energieeinbrüche haben. Darüber hinaus reinigen die Ballaststoffe den Darm beim Durchwandern unseres Körpers.

Bei gekeimten Brot wird das Getreidekorn zuerst mehrere Tage lang angekeimt. Dabei werden Kohlenhydrate abgebaut und Eiweiß aufgebaut. Durch die lange Keimung und die schonende Verarbeitung danach sind solche Brote besonders gut vorbereitet, vom Darm aufgenommen zu werden.

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Frustessen statt gesunder Ernährung?

14. Oktober 2018

Gewichtsprobleme und gescheiterte Diäten? Neurowissenschaftliche Studie sucht weibliche Teilnehmer!

Teilnahmekriterien? ­

  • Alter von 16-50 Jahren mit BMI ab 30 kg/m²
  • keine Lebensmittelallergien/unspezifischen Hautallergien ­(Pflasterallergie,…)
  • keine Vegetarierin/Veganer in
  • keine neurologischen Vorbefunde/Störungen ­(Epilepsie)
  • keine Kopfverletzungen oder Läsionen ­
  • keine bariatrische Chirurgie
  • Rechtshänderin ­

Wie läuft die Studie ab?

 Die Studie besteht aus 2 Teilen:

  • einer Smartphone basierten Erhebung, mittels der wir verschiedene Essmuster im  Alltag erfassen wollen.
  • anschließend eine Erhebung im Labor des Fachbereichs Psychologie, bei der wir uns anschauen, welche Prozesse im Gehirn vorgehen, während Essensbilder betrachtet  werden.

Wie funktioniert das Ganze? ­

  • Nachdem Sie sich bei uns per E-Mail gemeldet haben, vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin, der am Fachbereich Psychologie in der Hellbrunner Straße 34, 5020 Salzburg, stattfinden wird
  • Im ersten Teil der Studie beantworten Sie 8 Tage lang kurze Frage auf dem Handy.
  • Im zweiten Teil der Studie wird Ihre Hirnaktivität mittels EEG bei uns im Labor gemessen. Hierbei wird Ihnen eine Badekappen-ähnliche Haube auf den Kopf gesetzt. Die Messung der Hirnaktivität mittels Elektroden in der Haube ist schmerzlos und nicht spürbar.

Als Dankeschön von uns:

Sie erhalten neben Fahrtkostenerstattung und 30€ Aufwandsentschädigung eine individuelle telefonische oder schriftliche Rückmeldung ihrer Ergebnisse. Alternativ können Sie gratis an einem 2-stündigen Gruppentraining „Stress-Essen reduzieren“ in Salzburg teilnehmen.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter:

Weitere Informationen:

www.essforschung.at

 

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Diabetes und seine Folgen!

6. Oktober 2018
  • Alle 50 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Diabetes. Das sind 10.000 Menschen im Jahr.
  • Die meisten Todesfälle sind auf Herzinfarkt und Schlaganfall zurückzuführen.
  • Jedes Jahr werden in Österreich 2.500 Amputationen an Patienten mit Diabetes mellitus vorgenommen. Das sind 62 % aller Amputationen.
  • Jedes Jahr werden 300 Menschen mit Diabetes wegen ihres Nierenversagens dialysepflichtig. Das sind 26 % aller Patienten mit neuer Dialysepflichtigkeit.
  • Jedes Jahr erblinden in Österreich 200 Menschen als Folge des Diabetes mellitus

  • In Mitteleuropa ist die Zahl der Diabetiker seit 1998 um rund 40 % gestiegen.
  • Zurzeit gibt es in Österreich 600.000 Menschen, die an Diabetes mellitus erkrankt sind.
  • Im Jahr 2030 werden es in Österreich, vorsichtig geschätzt, mehr als 800.000 sein.
  • 85–90 % aller Diabetiker sind Typ-2-Diabetiker.
  • Übergewicht und Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel fördern die Entstehung des Typ-2-Diabetes. 50–60 % aller Österreicherinnen und Österreicher sind zumindest übergewichtig. Dieser Anteil steigt jährlich.
  • 30.000 Menschen in Österreich leiden an einem Typ-1-Diabetes, davon etwa 3.000 Kinder und Jugendliche.
  • Die Gesundheitskosten eines Menschen mit Diabetes mellitus liegen je nach Vorhandensein von Folgekrankheiten um 30–400 % über jenen eines Nichtdiabetikers.

  • Die direkten Kosten des Diabetes und seiner Folgekrankheiten in Österreich werden auf 4,8 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt.
  • In Mitteleuropa betrug die Kostensteigerung seit 2000 inflationsbereinigt 28 %.
  • Für 2030 lassen sich daher auf Basis aktueller Zahlen und Trends Kosten von mehr als 8 Mrd. Euro prognostizieren.

Quelle: Österreichische Diabetesgesellschaft

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Frustessen

30. September 2018

Gewichtsprobleme, gescheiterte Diäten oder Essanfälle?

Neurowissenschaftliche Studie sucht Teilnehmerinnen!

Oft behindern Essanfälle und „süße Versuchungen“, das Abnehmen. Unsere Studie sucht nach den neuronalen Grundlagen dieser Schwierigkeiten, also danach, wie das Gehirn in bestimmten Situationen auf Nahrungsmittel reagiert und wie sich das auf den Alltag auswirkt.

Bei Interesse bitte eine Mail mit dem Betreff „Frustessen“ an:

essen@sbg.ac.at oder PN an mich.

Mehr Informationen unter www.essforschung.at

Frustessen

 

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Essstörungen

29. September 2018

Essstörungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Mädchen und jungen Frauen. Sie entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Biologische, psychische, familiäre und soziokulturelle Ursachen greifen ineinander und beeinflussen oder verstärken sich gegenseitig.

Welche Anzeichen können auf eine Essstörung hindeuten?

Bei Essstörungen finden sich typischerweise zielorientierte Verhaltensweisen zur Gewichtskontrolle:

oftmaliges Wiegen, Umfangmessung von Körperteilen

Vermeidung von hochkalorischen, fetthaltigen oder kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln

Auslassen von einzelnen Gängen oder ganzen Mahlzeiten

Kauen und wieder Ausspucken von Nahrung

zwanghaftes Kalorienzählen, Abwiegen von Speisen

Vermeiden von Speisen, deren Kaloriengehalt nicht eindeutig bestimmbar ist

Verwendung von Süßstoffen, Fettersatzstoffen oder Light-Produkten

Verwendung von Appetitzüglern als Appetitkontrolle

exzessiver Konsum von Flüssigkeit vor den Mahlzeiten

nicht in Gemeinschaft essen

Nutzung von einengenden Bauchgürteln, beengender Kleidung oder Muskelanspannung, um beim Essen ein frühzeitiges Völlegefühl zu erzeugen

 

Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, wobei Mischformen häufig und die Übergänge fließend sind. Die Häufigkeit von Essstörungen ist aufgrund der anzunehmenden Dunkelziffer nur schwer exakt zu bestimmen.

Magersucht (Anorexia nervosa)

Charakteristisch für die Magersucht ist ein extremer, selbst herbeigeführter Gewichtsverlust. Durch Fasten, Erbrechen, aber auch die Anwendung von Abführ- und/oder Entwässerungsmitteln wird eine starke Unterernährung erreicht. Magersucht betrifft überwiegend das weibliche Geschlecht (ca. 90%) und tritt gehäuft im Alter zwischen 10 und 25 Jahren auf.

Typische Merkmale der Magersucht sind:

strikte Kontrolle der Nahrungsaufnahme

ausgeprägte Ängste vor Gewichtszunahme

Ausbleiben der Monatsblutung

gesteigerter Bewegungsdrang

körperliche Beschwerden: BMI unter 17,5, Kreislaufprobleme, Mangelerscheinungen durch Vitamin- und Mineralstoffmangel, Absinken der Körpertemperatur, Muskelschwäche, Haarausfall, Ausbleiben der Menstration (an mindestens drei aufeinanderfolgenden Zyklen), Schilddrüsenunterfunktion, Osteoporose

psychische Auswirkungen: Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug, Störung der Körperwahrnehmung, Schlafstörungen , innere Unruhe

Erfolgt keine Behandlung, kann die Erkrankung chronisch werden. Für einen geringen Prozentsatz der Erkrankten kann die Magersucht tödlich enden. Häufigste Todesursachen sind Herzversagen und Suizid.

Bulimie (Ess-Brech-Sucht, Bulimia nervosa)

Bulimie ist gekennzeichnet durch die unkontrollierte Aufnahme von kalorienreicher Nahrung und den anschließenden Versuch, diese durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder andere Kompensationsmaßnahmen wie Abführmittel ungeschehen zu machen. Bei den wiederholten Essattacken werden bis zu 10.000 Kalorien in sehr kurzer Zeit aufgenommen. Bulimie tritt mit einer Häufigkeit von 1–9% überwiegend bei Frauen auf. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 15–30 Jahren, etwas höher als bei der Magersucht. Der Anteil bei Buben und Männern ist allerdings im Steigen.

Typische Merkmale der Bulimie sind:

Patientinnen sind meist normal- bis übergewichtig

andauernde Beschäftigung mit Essen

wiederholte Episoden von Fressattacken

krankhafte Angst, dick zu werden

Zahnschäden durch Magensäure

Herzrhythmusstörungen und Muskelschwäche durch Elektrolytstörungen

Schädigung der Darmwand

geschwollene Speicheldrüsen durch das häufige Erbrechen

Osteoporose

Stimmungsschwankungen, Schamgefühl, sozialer Rückzug

 

Binge-Eating (Esssucht ohne Erbrechen)

Als Binge-Eating bezeichnet man episodisch – über sechs Monate hinweg mindestens zweimal pro Woche – auftretende Essanfälle, bei denen die Patienten die Kontrolle darüber verlieren, was und wie viel sie essen. Die Nahrung wird, ohne ein Hungergefühl zu spüren, aufgenommen und es wird so lange gegessen, bis sich ein belastendes Völlegefühl einstellt. Im Gegensatz zur Bulimie werden aber keine Maßnahmen gesetzt, um einer Gewichtszunahme vorzubeugen. Binge-Eating-Patienten sind daher häufig übergewichtig oder sogar adipös, dennoch leidet nicht jeder Mensch mit Gewichtsproblemen an Binge-Eating. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Diagnose

Die Diagnose kann in der Regel nach einem ausführlichen Gespräch gestellt werden. Folgende Untersuchungen geben Auskunft über mögliche gesundheitliche Schäden, die durch die Essstörung bereits eingetreten sein könnten:

Gewichtsbestimmung, Körpergröße, Ermittlung des BMI (Body-Mass-Index)

Messung von Blutdruck, Puls

Kontrolle auf Ödeme

Untersuchung der Herzfunktion

Blut- und Urinuntersuchung

Untersuchung von Leber und Niere

Behandlung

Essstörungen müssen in jedem Fall professionell behandelt werden. Je früher Betroffene Hilfe annehmen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung. Aus Schamgefühl wird oftmals versucht, die Erkrankung über lange Zeit geheim zu halten. Zudem befürchten insbesondere Kinder und Jugendliche, ihre Eltern zu enttäuschen.

Erste Anlaufstelle für Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen ist der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie (für Erwachsene der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie), ein Psychotherapeut oder eine Spezialambulanz für Essstörungen. Abhängig von der Art und Schwere der Essstörung kann die Therapie ambulant, tagesklinisch oder stationär erfolgen. Ziel der Therapie sind die Normalisierung des Essverhaltens, die Behandlung von psychischen Problemen und die Wiederherstellung der körperlichen Gesundheit.

Quelle: netdoctor

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Kritische Nährstoffe in der Kinderernährung!

15. September 2018

Es verbleiben zwei in der Kinderernährung kritische Nährstoffe: Jod und Vitamin D.

Jod ist neben der Synthese von Schilddrüsenhormonen auch für die Gehirnreifung und die kognitive Entwicklung von Bedeutung. Zur Verbesserung der Jodversorgung sollte angereichertes Speisesalz verwendet werden. Nicht angereichertes Meersalz ist nicht geeignet, da sich das im Meerwasser überwiegend als Jodid vorliegende Jod beim Trocknen in Salinen in flüchtiges elementares Jod umwandelt und verloren geht. Für die Anreicherung von Speisesalz wird dagegen das stabilere Jodat verwendet.

 

In der Nahrung kommt Vitamin D in fettem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering, Leber, angereicherter Margarine und Eigelb vor. Die Vitamin D-Zufuhr mit der Nahrung hat für die Gesamtversorgung praktisch keine Bedeutung.

Das Ausmaß der Eigensynthese in der Haut bei Sonnenlichtexposition ist von der Jahreszeit, der Tageszeit, geografischen Breite, der Witterung, der unbedeckten Hautfläche sowie von der Dicke und Pigmentierung der bestrahlten Haut abhängig.

Eine moderate Supplementierung mit Vitamin D bei unzureichender Sonnenlichtexposition wird von der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfohlen.

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Apfelallergie Mal d-1

18. August 2018

Die Symptome der Apfelallergie sind vielfältig und ungleichmäßig über Europa verteilt. Während vorwiegend leichtere Krankheitsbilder in Nord- und Mitteleuropa beobachtet werden, treten bei Apfelallergikern in Südeuropa (Italien, Spanien) oftmals schwere Reaktionen auf. Die Ursache hierfür ist in der Wirkung unterschiedlicher Allergene zu suchen.

 

Apfelallergiker in Nord- und Mitteleuropa leiden hauptsächlich an lokalen Reizerscheinungen im Mund- und Rachenbereich (orales Allergiesyndrom) während bzw. unmittelbar nach dem Verzehr von frischen Äpfeln. Die Reaktionen sind die Antwort des Körpers auf die Anwesenheit des apfeleigenen Proteins Mal d 1. Mal d 1 gehört zur Familie der PR 10-Proteine, die in Stresssituationen, beispielsweise bei der Abwehr von Pathogenen, sowie während der Reife gebildet werden. Eine gegen Mal d 1 gerichtete Apfelallergie entsteht also in den meisten Fällen auf dem Boden einer bereits bestehenden Sensibilisierung gegenüber Birkenpollen. Sie gehört daher zu den pollenassoziierten Nahrungsmittelallergien. Es wird geschätzt, dass 50–75 % aller Birkenpollenallergiker in Nord- und Mitteleuropa auch von einer Apfelallergie betroffen sind. Die leichteren Krankheitsbilder sind zurückzuführen auf die Instabilität des Mal d 1- Proteins gegenüber den Bedingungen, die im Verdauungstrakt vorzufinden sind. Es entstehen Veränderungen in der Proteinstruktur, die zur Verminderung der allergenen Wirkung führen. Darüber hinaus ist Mal d 1 empfindlich gegenüber Verarbeitung, insbesondere Erhitzung, so dass verarbeitete Apfelprodukte von vielen Apfelallergikern vertragen werden.

 

 

Die Symptome nach dem Verzehr mancher Apfelsorten fallen bei Betroffenen unterschiedlich stark aus. Berichtet wird u.a. von mehreren möglichen allergieartigen Anzeichen nach dem Verzehr bestimmter Apfelsorten:

  • Lokales Kribbeln im Mundbereich
  • Juckreiz
  • Brennen und Schwellungen im Bereich von Mund und/oder Rachen
  • Augenjucken
  • Atemwegsbeschwerden
  • Allergieschock
  • Entzündungen im Bereich von Mund und Rachen
  • Entwicklung einer Kombination mit Birkenpollenallergie

 

 

Schlechter verträglichere Neuzüchtung

  • Braeburn
  • Elstar
  • Jonagold
  • Gala
  • Golden Deliciuos
  • Granny Smith
  • Pink Lady
  • Roter Delicious
  • Topas

 

Besser verträgliche Neuzüchtung

  • Rubinette
  • Santana

Gut verträglichere Traditionszüchtung

  • Adams Parmäne
  • Alkmene
  • Altländer Pfannenkuchenapfel
  • Ananasrenette
  • Biesterfelder Renette
  • Champagnerrenette
  • Danziger Kantapfel
  • Eifeler Rambur
  • Finkenwerder Herbstprinz
  • Goldparmäne
  • Goldrenette aus Blenheim
  • Goldrenette Freiherr von Berleppsch         
  • Gravensteiner
  • Holsteiner Cox
  • Kaiser Wilhelm
  • Madame Lesans Kalvill
  • Ontario
  • Pilot
  • Prinz Albrecht von Preußen
  • Roter Boskoop
  • Schöner Boskoop
  • Weigelts Zinszahler
  • Weißer Klarapfel
  • Weißer Winterglockenapfel
  • Wöbers Rambur

 

Verträglichere Apfelsorten für Diabetiker

  • Alkmene
  • Champagner Renette
  • Gehers Rambur
  • Gelber Edelapfel
  • Idared
  • Johannes Böttner
  • Lanes Prinz Albert
  • Ontario
  • Ulhorns Augustkalvill u.a.

Allergien-Grundlagen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Informationssystem genetische Sorten: http://www.genres.de/ausgewaehlte-themen/sortenabhaengigkeit-der-apfelallergie/
https://www.hs-owl.de/hsnews/news/newdetail/news/hochschule-owl-untersucht-alte-apfelsorten.html
Brandt Eckhardt, Brandt Judith: Natürlich Obst: Sorten Rezepte und Wissenswertes aus Norddeutschland. 2011. Verlag Wachtholz.
http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html
http://www.aid.de/presse/aktuell.php?mode=beitrag&id=5864
Robert-Koch-Institut: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. DEGS1. 2008-2011
ECARF Studie: Alte Apfelsorten lindern Allergie.  http://www.ecarf.org/presse/studie-alte-apfelsorten-lindern-allergie/

Weiterführende Informationen für Apfelallergiker > Bund Lemgo – Infos-für-Apfelallergiker

 

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Wie entsteht Hühnerei-Allergie?

3. August 2018

Wie entsteht Hühnerei-Allergie?

Weltweit sind  ungefähr 0.5-2.5% Menschen von einer Hühnerei-Allergie betroffen, allerdings zählt sie bei Kindern zu einer der häufigsten Allergien. Die Allergie wird durch Eiweißstoffe des Eis ausgelöst und ist meist mit der Bildung von IgE-Antikörpern assoziiert. Die fünf wichtigsten Hühnerei-Allergene sind Ovomucoid (Gal d1), Ovalbumin (Gal d2), Ovotransferrin (Gal d3), Lysozyme (Gal d4) und Albumin (Gal d5). Die meisten Allergene befinden sich im Eiweiß (Gal d1-4), nur Albumin ist im Eigelb vorhanden. Ovomucoid ist hitzestabil und wird nicht durch Verdauungsenzyme abgebaut.

 

 

Daher ist es das Allergen im Hühnerei, das die heftigsten allergischen Reaktionen auslöst. Die meisten Kinder (65-81%) jedoch können erhitzte Eier z.B. in gebackenen Produkten wie Kuchen, tolerieren und somit diese Produkte konsumieren, ohne dass es zu einer allergischen Reaktion kommt. Durch die Hitze beim Backen werden viele Eiweiße (nicht Ovomucoid!) verändert und sind daher nicht mehr allergieauslösend. Bei Allergie gegen Hühnerei sollte auf alle Fälle abgeklärt werden, ob Eier im gekochten/gebackenen Zustand gegessen werden können. Oft reagieren Hühnerei-AllergikerInnen auch auf andere Vogeleier, wie z.B. Ente, Gans, Wachtel, Trutuhahn, daher ist der Verzehr dieser Eier nicht sicher. Hat man IgE Antikörper gegen Gal d5 kann es sehr selten auch zu Kreuzreaktionen mit Hühnerfleisch kommen. In vielen Fällen verschwindet die Hühnerei-Allergie mit den Jahren von selbst, man wächst sozusagen aus der Allergie. Studien zeigen, dass 68% der Ei-AllergikerInnen das Allergen mit einem Alter von 16 Jahren tolerieren. Klinische Studien zur oralen Immuntherapie werden derzeit durchgeführt.

Quelle: FWF Wissenschaftskommunikationsprojekt, MedUni Wien

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Woher stammt unser täglich Salz?

15. Juli 2018

Wie archäologische Funde in Hallstatt darlegen, erlangte das “weiße Gold” bereits in frühester Vorzeit eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung und wurde, wie der Name vermuten lässt, oftmals mit Gold aufgewogen. Salz erfreut sich selbst im 21. Jhd. nach wie vor großer Beliebtheit.

In Deutschland werden im Jahr rund 14 Millionen Tonnen Salz gefördert. Hiervon landen jedoch nur knapp 3% als Speisesalz auf den Tellern restriktive im Salzstreuer und weitere 5% werden als Gewerbesalz in der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Der mengenmäßig größte Anteil des Salzes findet in der Industrie sowie als Auftausalz auf unseren Straßen Verwendung.

 

Die im Salz enthaltenen Natriumionen Na+ erfüllen in unserem Körper eine Reihe an lebensnotwendigen Funktionen, darunter fällt der Flüssigkeitshaushalt und die Regulierung des Blutdrucks.

Kochsalz stellt nach wie vor die wichtigste Natriumquelle für den Körper dar. Daher kommt der Kochsalzzufuhr aus gesundheitspolitischen Überlegungen große Bedeutung zu. Heute wird dem Salz oftmals als schlagendes Verkaufsargument zusätzlich eine nicht wissenschaftlich fundierte, mystische/esoterische Wirkung zugesprochen. Bestes Beispiel hierfür ist das oftmals aus Polen stammende „Himalayasalz“.

Die wichtigste Natriumquelle ist das Kochsalz. Anhand des Natriumgehalts auf der Nährwertangabe kann auf den Salzgehalt zurückgeschlossen werden.

Umrechnungsfaktor von Natrium zu Salz: 1 g Natrium ist in 2.54 g Salz enthalten.

Die Sucht nach Salzigem

Salzig zählt neben süß, sauer, bitter und umami zu den fünf Hauptgeschmacksrichtungen. Eine Forschergruppe um Wolfgang Liedtke hat im Jahr 2011 den Natriumappetit einer näheren Untersuchung unterzogen. In dem Tierversuch wurde bei Mäusen durch Applikation des adrenocorticotropen Hormons (ACTH) ein Salz-Appetit induziert. Anschließend konnte mittels DNA-Chip-Technologie die Genexpression in den Nervenzellen des Hypothalamus analysiert werden.

In diesem Versuch wurden jene Genmuster durch die Stimulierung des instinktiven Salzappetits aktiviert, welche ebenfalls bei Kokain oder Opiat sowie einer Heroin-Sucht reguliert werden.

Der Salzappetit und die hedonische Neigung zum Salzgeschmack sind durch einen über 100 Millionen Jahre andauernden evolutionären Prozess entstanden.  Salz (NaCl) wird in der Lebensmittelindustrie aus technologisch bedingten Gründen und auch als Geschmacksverstärker eingesetzt.

 

Wieviel Salz ist ungesund?

Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt eine maximale tägliche Salzzufuhr von 5 g (2g Natrium) pro Person und Tag (WHO Aktionsplan EUR/RC61/12; www.euro.who.int). In vielen Industriestaaten liegt die tatsächliche Salzaufnahme jedoch deutlich über dieser Menge.

Die Folge einer zu hohen Salzaufnahme sind unter anderem hoher Blutdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen. Die WHO schätzt, dass mit einer Verringerung der Salzaufnahme von 10 g auf 5 g pro Tag die Gesamtschlaganfallhäufigkeit um 23% sowie die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 17% gesenkt werden können (WHO Aktionsplan EUR/RC61/12; www.euro.who.int). Wobei hier vorwiegend sogenannte „salzsensitive“ Menschen profitieren, also all jene die auf eine veränderte Speisesalzzufuhr mit einer Blutdruckveränderung reagieren. Neuere Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass Menschen mit einer täglichen Salzaufnahme von über 13,7 Gramm ein doppelt so hohes Risiko haben, an Herzinsuffizienz zu erkranken, als Menschen mit einer durchschnittlichen Aufnahme von 6,8 Gramm. Somit sollten dringend Strategien zur Vermeidung der Aufnahme großer Mengen Salz angedacht werden.

 

 

Wie gelangt das Salz in unseren Körper?

Um geeignete Strategien zur Salzreduktion entwickeln zu können, muss die Hauptquelle des Salzkonsums identifiziert werden. In der zu besprechenden Studie von Harnack und Mitarbeitern wurden von Dezember 2013 bis Dezember 2014 450 Erwachsene aus drei geographisch unterschiedlichen Regionen der USA, Birmingham (n=150), Palo Alto (n=150) und Minneapolis-St. Paul (n=150) einbezogen. Das Kollektiv bestand zum gleichen Teil aus Männern und Frauen und war auf vier Ethnien aufgeteilt (Schwarze, Asiaten, Lateinamerikanern und Amerikanern mit europäischer Abstammung). Alle Teilnehmer waren zwischen 18 und 75 Jahren alt und gesund. Um genügend auswertbare Daten der Probanden zu sammeln, mussten diese einmal die örtlich einbezogene Klinik aufsuchen sowie vier telefonisch durchgeführte 24-Stunden-Recalls innerhalb von elf Tagen absolvieren.

Zusätzlich wurde an den Tagen der Recalls die äquivalente Menge an Salz, das zum Würzen und Kochen verwendet wurde, gesammelt. Die Studienautoren gehen davon aus, eine gute Datenlage über die Einnahme aus folgenden Salzquellen erlangt zu haben: Die Salzzugabe zu den Speisen direkt am Esstisch, Salz, welches zum Kochen verwendet worden ist, Salz im Leitungswasser, Salz als Bestandteil von Lebensmitteln, Salz, welches in Lebensmitteln beim Außer-Haus-Verzehr aufgenommen wird und Salz aus Nahrungsergänzungen.

Die mittlere Natriumaufnahme in dieser Untersuchung lag bei 3,5 g/Tag und ist damit um ca. 75% höher als die WHO-Empfehlung von 2,0 g/Tag. Die Natriumaufnahme war bei Männern um durchschnittlich 24% höher.

Weitere Unterschiede konnten für die Ethnie (höher bei Schwarzen und Asiaten im Vergleich zu Lateinamerikanern), die Schulbildung (je höher der Bildungsgrad, desto geringer die Salzaufnahme), den Lebensort und das Körpergewicht (höher bei Adipösen im Verhältnis zu Normalgewichtigen) festgestellt werden.

Hauptausschlaggebend für die Salzaufnahme war der aus geschmacklichen oder technologischen Gründen zugegebene Salzgehalt in Lebensmitteln, welche außer Haus konsumiert wurden (70,9%), gefolgt von der Salzaufnahme über den „natürlichen“ Anteil an Salz in den Lebensmitteln (14,2%), Salz, welches beim Kochen zugegeben wird (5,6%) und der Salzgehalt, der zum Verfeinern von Speisen in den eigenen vier Wänden verwendet wird (4,9%). Vor allem jüngere Menschen (18 bis 24 Jahre) hatten aufgrund ihres Lebensstils einen besonders hohen Anteil an Salz aus Lebensmitteln, die außer Haus konsumiert wurden (75,0%).

In den genannten Ergebnissen wurde festgehalten, dass mehr als zwei Drittel des zugeführten Salzes direkt aus verarbeiteten Lebensmitteln stammt. Dies ist insbesondere besorgniserregend, da dieser Salzanteil für viele Konsumenten aufgrund mangelnden Wissens sowohl optisch als auch gustatorisch verborgen bleibt.

 

Zusätzlich fehlt in weiten Teilen der Bevölkerung das Bewusstsein für die gefährlichen Auswirkungen einer erhöhten Salzzufuhr und der damit assoziierten Auswirkungen auf den Organismus.

Die Ergebnisse zeigen klar, dass Maßnahmen, die auf eine Salzreduktion und die damit einhergehenden positiven Effekte auf Hypertonie und kardiovaskuläre Erkrankungen hinzielen, nur unter Reduktion des industriell zugegebenen Salzgehaltes erfolgen können.

Zwar stellt das Nachsalzen der Speisen am Tisch oder der übermäßige Salzeinsatz beim Kochen vor allem bei salzsensitiven Hypertonikern sicherlich einen ernährungstherapeutischen Aspekt dar, jedoch sollte das Hauptaugenmerk edukativer Maßnahmen auf der Vermeidung von industriell bedingten hohen Salzmengen liegen.

Wie aus den Daten abzuleiten ist, hängt eine vermehrte Salzaufnahme mit einem niedrigen Bildungsstand zusammen. Es ist daher sinnvoll, genau dieses Kollektiv an Menschen mit Maßnahmen bei der Salzreduktion zu erreichen. Vor allem die Wissensvermittlung zum Thema Salz stellt sicherlich einen interessanten Ansatz im Bereich „Public Health“ dar. Es geht darum, die Menschen auf die Folgen eines vermehrten Salzkonsums aufmerksam zu machen. Zusätzlich profitieren meiner Erfahrung nach viele Betroffene von einem Geschmackstraining. Salz, welches beim Kochen verwendet wird, kann sehr gut durch den richtigen Einsatz von Kräutern weitestgehend substituiert werden. Salzreduktionsmaßnahmen mit weitaus größerer Reichweite sind nur im Konsens von Industrie und Politik zu treffen und sollten auf den beigemengten Salzgehalt von Lebensmittelprodukten abzielen.

Derzeit stellt jodiertes Speisesalz nach wie vor eine wichtige Jodquelle dar, daher sollte bei Salzreduktionsmaßnahmen immer auch die Sicherstellung einer adäquaten Jodzufuhr bedacht werden.

Selbst du erfolgreiche Salzreduktionsmaßnahmen ist derzeit mit keiner suboptimalen Jodversorgung zu rechnen.

Quelle: Nutrition, Markus Györgyfalvay

 

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