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Tipps über Produkte und Ernähungstrends

Allgemein Tipps über Produkte und Ernähungstrends

Glutenfreien Produkte-sind sie für jedermann sinnvoll?

27. Juni 2017

 Gluten was ist das?

  • Die meisten getreidebasierenden Lebensmittel enthalten Gluten. Das Kleberweiß kommt in Weizen, Roggen und Gerste vor und sorgt unter anderem für die hervorragende Backqualität von Weizenmehl.
  • Bei jenem Anteil der Bevölkerung mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) löst Gluten im Dünndarm eine Autoimmunerkrankung aus mit den Folgen Verdauungsstörungen, Durchfall, mangelhafte Aufnahme von Nahrungskomponenten.
  • Die Häufigkeit der Glutenunverträglichkeit ist in Europa unterschiedlich: Deutschland 0,3%, Österreich 1%, Finnland bis zu 2,4%.
  • Eine glutenfreie Ernährung ist die einzige langfristige Therapie.
  • Eine nicht-diagnostizierte Zöliakie hat eine 4-fach erhöhte Sterblichkeitsrate zur Folge.
  • In Mitteleuropa basieren viele Grundnahrungsmittel auf Weizen (z.B. Brot, Nudeln). Aber auch Genussmittel wie süße Backwaren, salzige Snacks oder Bier gehören dazu.
  • Es gibt mittleerweile ein breites Angebot an Gluten-freien Lebensmitteln; ein Fortschritt für alle betroffenen Zöliakie-Patienten, deren Lebensmittelspektrum sich dadurch maßgeblich erweitert hat.
  • Gleichzeitig werden immer mehr Gluten-freie Lebensmittel von Konsumenten ohne diagnostizierte Zöliakie gekauft und konsumiert.
  • Ein verheißungsvoller Markt mit weltweit steigenden Absatzzahlen entsteht, das Wachstum beträgt jährlich bis zu 10%.
  • Studien zeigten, dass die Notwendigkeit einer glutenfreien-Ernährung bei Personen ohne diagnostizierte Zöliakie aus ernährungsphysiologischer und medizinischer Sicht fraglich ist.

 

Die wichtigsten Resultate der Nährstoffanalyse von 63 glutenfreien-Lebensmitteln sind:

  • Der Proteingehalt ist bei glutenfreien-Lebensmitteln im Mittel um das Zweifache niedriger als bei glutenhaltigen-Lebensmitteln.
  • Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen gibt es wenige deutliche Unterschiede. Die Kaliumwerte sind in glutenfreien-Lebensmitteln niedriger.
  • Für Vitamine und Ballaststoffe konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.

 

Allgemein Tipps über Produkte und Ernähungstrends

Beispiel eines zuckerhaltigen Lebensmittels-Zitronenlimonade

24. Juni 2017

 

Die Aufschrift lautet:

Nur aus italienischen Zitronen, ohne Konservierungsmittel, ohne Farbstoffe, 100% natürliche Zutaten.

Die Dose enthält 33cl (centiliter) oder 330 ml.

Nährwerttabelle:

Deklaration Pro 100 ml 330 ml (gesamte Dose)
Energie 52 kcal (221 kJ) 172 kcal (729kJ)
Fett

davon gesättigte Fettsäure

0 g

0 g

0 g

0 g

Kohlenhydrate

davon Zucker

13 g

13 g

43 g

43 g

Eiweiß 0 g 0 g
Salz 0,01 g 0,01 g

 

Zutaten:

  • Wasser, Zitronensaft 12%, Zucker, Fructose-Glucosesirup, Kohlensäure, natürliche Aromen
  • Zucker bedeutet das Saccharose verwendet wird. Saccharose also der gewöhnliche Haushaltszucker besteht aus Glucose und Fructose und wird aus Zuckerrüben gewonnen. Zusätzlich enthält das Produkt Fructose-Glucose Sirup. Dieser Sirup wird aus Stärke gewonnen und die Stärke aus Mais. Fructose-Glucose Sirup ist ein günstiges Süßungsmittel.
  • Fructose wird auch Fruchtzucker bezeichnet und fördert die Einlagerung von Fett in unsere Fettzellen.
  • Zusammenfassend kann man sagen, dass Produkt enthält viel Zucker, der noch dazu sehr ungünstig in seiner Zusammensetzung ist.

 

Was haben wir gelernt?

    • Mengenangabe: 33 cl= 330 ml und somit fast 43 g Zucker
    • Dieses Produkt enthält viel Fruktose und diese sollten wir meiden.
    • Die Zutaten sind zwar alle natürlich, den auch der Zucker stammt aus der Natur, aber das Produkt enthält keine Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe usw.

Dieses Produkt entspricht nicht unserer Grundeinstellung: Der Anteil an Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Pflanzeninhaltsstoffe, Ballaststoffe) zu den Kalorien sollte möglichst groß sein.

Tipps über Produkte und Ernähungstrends

Was bedeutet……?

18. Juni 2017

Was bedeutet……?

 Was bedeutet „energiearm“? Feste Lebensmittel gelten als energiearm, wenn sie nicht mehr als 40 kcal/100 g enthalten. Getränke dürfen nicht mehr als 20 kcal/100 ml liefern.

Was bedeutet „energiereduziert“? Energiereduzierte Lebensmittel müssen gegenüber regulären Vergleichsprodukten einen um mindestens 30 Prozent geringeren Energiegehalt aufweisen. Was bedeutet „energiefrei“? Energiefreie Lebensmittel haben einen Energiegehalt von maximal 4 kcal/100 g.

Was bedeutet „fettarm“? Feste Lebensmittel dürfen als fettarm bezeichnet werden, wenn sie weniger als 3 g Fett/100 g enthalten. Getränke dürfen nicht mehr als 1,5 g Fett/100 ml liefern. Bei teilentrahmter Milch gilt 1,8 g/100 ml als Grenzwert.

Was bedeutet „fettfrei“? Ist ein Produkt mit „fettfrei“ oder „ohne Fett“ gekennzeichnet, darf es maximal 0,5 g Fett/100 g enthalten.

 

Was bedeutet „arm an gesättigten Fettsäuren“? Die Summe aus gesättigten Fettsäuren und trans-Fettsäuren darf bei festen Lebensmitteln maximal 1,5 g/100 g und bei flüssigen höchstens 0,75 g/100 ml betragen. Darüber hinaus dürfen diese Fettsäuren auch nicht mehr als 10 % des Brennwerts liefern.

Was bedeutet „frei von gesättigten Fettsäuren“? Die Summe aus gesättigten Fettsäuren und trans-Fettsäuren darf maximal 0,1 g/100 g betragen.

Was bedeutet „zuckerarm“? Zuckerarme feste Lebensmittel enthalten maximal 5 g Zucker/100 g, flüssige 2,5 g/100 g.

Was bedeutet „zuckerfrei“? Zuckerfreie Produkte dürfen maximal 0,5 g Zucker/100 g enthalten.

Was bedeutet „ohne Zuckerzusatz“? Das Produkt enthält keine zugesetzten Mono- oder Disaccharide (z.B. Glukose, Fruktose, Saccharose, Maltose) oder irgendein anderes, wegen seiner süßenden Wirkung, zugesetztes Lebensmittel (z.B. Honig). Wenn das Produkt von Natur aus Zucker enthält, sollte der Hinweis „enthält von Natur aus Zucker“ erfolgen.

 

Was bedeutet „natriumarm“ / „kochsalzarm“? Das Produkt enthält maximal 0,12 g Natrium/100 g oder höchstens 0,3 g Salz/100 g. Bei anderen Wässern als bei natürlichen Mineralwässern darf ein Natriumgehalt von 2 mg/100 ml nicht überschritten werden.

Was bedeutet „natriumfrei“ / „kochsalzfrei“? Das Produkt enthält maximal 0,005 g Natrium oder 0,0125 g Salz/100 g.

Was bedeutet „leicht“? Als „leicht“ gekennzeichnete Produkte müssen einen um mindestens 30 Prozent verminderten Gehalt eines energieliefernden Nährstoffes gegenüber einem vergleichbaren Produkt aufweisen. Auf die Eigenschaft, die ein Produkt „leicht“ macht, muss hingewiesen werden.

 

Tipps über Produkte und Ernähungstrends

Wie erkenne ich die Qualität eines Olivenöls?

18. Juni 2017

Olivenöl und seine Qualität.

Auch bei Pflanzenölen gilt: Erst eine gute Mischung von hochwertigen verschiedenen Ölen versorgt uns mit den für uns wichtigen Fettsäuren und Inhaltsstoffen in ausreichender Menge.

 

Wie erkenne ich die Qualität eines Olivenöls?

  • Fruchtigkeit in der Nase:

Olivenöl sollte fruchtig und grün, also nach frisch geschnittenem Gras riechen.

  • Bitterkeit auf der Zunge:

Eine herbe Note auf der Zunge ist ein gutes Zeichen für eine hochwertige Qualität.

  • Schärfe am Gaumen:

Die für eine gute Qualität notwendige Schärfe, die einen leichten Hustenreiz auslösen kann, erkennt man an einem Kratzen im Hals.

 

Warum gilt Olivenöl als gesund?

Es enthält folgende Inhaltsstoffe:

  • Polyphenole:

Sind verantwortlich, dass ein Olivenöl gut schmeckt, denn diese Bitter- und Geschmacksstoffe sorgen für die gewisse Schärfe und Bitterkeit, die den typischen Geschmack ausmachen.

  • Ungesättigte Fettsäuren:

Bis zu 75% des Olivenöls sind ungesättigte Fettsäuren.

  • Vitamin E:

Dieses wichtige Vitamin kommt nicht in vielen Lebensmitteln vor und ist dennoch sehr wichtig für den Körper.

 

 

Die Mischung macht’s !

Olivenöl ist also nicht das Beste aller Öle. Vom Speiseplan streichen sollte man es deshalb aber nicht. Denn Olivenöl enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren und andere wertvolle Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Vitamin E. Es ist aber sinnvoll, nicht nur mit Olivenöl zu kochen, sondern auch mal einen Salat mit Walnussöl anzumachen oder zum Braten Rapsöl zu verwenden.

 

Wo wird Olivenöl gewonnen?

Die größten Olivenölproduzenten sind Spanien, Italien, Griechenland, Tunesien.

 

Was bedeutet Olivenöl extra nativ (=extra vergine)?

Es handelt sich dabei um Öl höchster Güte. Die Gewinnung erfolgt direkt aus der Olive durch mechanische Verfahren, ohne chemische Behandlung oder Erhitzen und ist ausschließlich kalt gepresst (max. Temperatur 27°C).

 

 

 

 

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