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Warum sollte man Beeren essen?

22. September 2018

Erhöhte Polyphenolaufnahme führt zu besserer Herzgesundheit!

Eine neue Studie zeigt, dass Menschen mit der höchsten durchschnittlichen Zufuhr von Anthocyanen ein um 14 % geringeres Risiko und ein um 22% geringeres Risiko für ischämischen Schlaganfall haben. In einer neuen Studie fanden Forscher heraus, dass durch eine Polyphenolzufuhr, z.B. in Form von Beeren (Anthocyane) und Zitrusfrüchten (Flavanone) das Risiko für vaskuläre Krankheiten enorm gesenkt werden kann.

Forscher haben nun die Daten von insgesamt 43.880 gesunden Männern dokumentiert und ausgewertet. Über einen Zeitraum von 24 Jahren stellten Forscher 4046 Herzinfarkte und 1572 Schlaganfälle fest.

Durch erhöhte Flavanone Aufnahme, kommt es zu einem geringeren Risiko einen ischämischen Schlaganfall zu erleiden.

Fotoquelle: https://www.facebook.com/perciuleacphoto/

 

 

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Was bringt eine entzündungshemmende Diät?

16. September 2018

In einer 16 jährigen Studie mit 68.273 schwedischen Männern und Frauen im Alter von 45 bis 83 Jahren, hatten Teilnehmer, die eine entzündungshemmenden Diät bevorzugten, ein um 18% geringeres Risiko für die Gesamtmortalität, ein 20% geringeres Risiko für Herz-Kreislauf Mortalität und ein um 13% geringeres Risiko für Krebsmortalität verglichen mit denen, die die Diät in geringerem Maße befolgten. Raucher, die die Diät befolgten, erfuhren noch größere Vorteile im Vergleich zu Rauchern, die die Diät nicht befolgten.

 

 

 

Entzündungshemmende Lebensmittel bestehen aus Obst und Gemüse, Tee, Kaffee, Vollkornbrot, Frühstücksflocken, fettarmem Käse, Olivenöl und Rapsöl, Nüssen, Schokolade und moderaten Mengen an Rotwein und Bier.

 

 

Zu den entzündungsfördernden Lebensmitteln gehören unverarbeitetes und verarbeitetes rotes Fleisch, Innereien, Pommes frites oder zuckerhältige Getränke.

In the study of 68,273 Swedish men and women aged 45 to 83 years who were followed for 16 years, participants who most closely followed an anti-inflammatory diet had an 18% lower risk of all-cause mortality, a 20% lower risk of cardiovascular mortality, and a 13% lower risk of cancer mortality, when compared with those who followed the diet to a lesser degree. Smokers who followed the diet experienced even greater benefits when compared with smokers who did not follow the diet.

Kaluza, N. Håkansson, H. R. Harris, N. Orsini, K. Michaëlsson, A. Wolk. Influence of anti-inflammatory diet and smoking on mortality and survival in men and women: two prospective cohort studies. Journal of Internal Medicine, 2018; DOI: 10.1111/joim.12823

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DASH Diet reduziert Blutdruck!

11. September 2018

Männer und Frauen mit Bluthochdruck konnten den Bedarf von blutdrucksenkenden Medikamenten innerhalb von 16 Wochen nach einer Änderung des Lebensstils reduzieren. Menschen mit einem Blutdruck zwischen 130 und 160 mmHg systolisch und zwischen 80-99 mmHg diastolisch profitieren besonders davon.

Die Forscher fanden in ihrer Studie folgendes heraus:

Diejenigen, die die DASH-Diät zu sich nahmen und an der Gewichtsmanagementgruppe (Bewegungsübungen)  teilnahmen, verloren durchschnittlich 8-9 kg ab und reduzierten ihren Blutdruck von durchschnittlich 16 mmHg systolisch und 10 mmHg diastolisch.

Diejenigen, die nur den DASH-Ernährungsplan befolgen, reduzierten ihren Blutdruck von durchschnittlich 11 systolischen / 8 diastolischen mmHg.

Erwachsene, die ihre Ess- oder Bewegungsgewohnheiten nicht änderten, erlitten einen minimalen Blutdruckabfall von durchschnittlich 3 systolischen / 4 diastolischen mmHg.

Bis zum Ende der Studie benötigten nur 15 Prozent derjenigen, die sowohl ihre Ernährung als auch ihre Bewegungsgewohnheiten geändert hatten, antihypertensive Medikamente.

Bei denjenigen, die ihre Ernährung oder Bewegungsgewohnheiten nicht änderten, änderte sich der Bedarf an Medikamenten jedoch nicht, fast 50 Prozent erfüllten weiterhin die Kriterien für eine medikamentöse Behandlung.

American Heart Association. „Lifestyle changes reduce the need for blood pressure medications.“ ScienceDaily. ScienceDaily, 9 September 2018. <www.sciencedaily.com/releases/2018/09/180909103056.htm>.

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Welche Kohlenhydratmenge ist optimal?

24. August 2018

Eine neue Studie hat ergeben, dass sowohl kohlenhydratarme als auch kohlenhydratreiche Diäten mit einer Zunahme der Mortalität einhergehen, während moderate Kohlenhydratkonsumenten das geringste Mortalitätsrisiko aufweisen. Die Studie fand auch heraus, dass kohlenhydratarme Diäten, die Kohlenhydrate mit Proteinen und Fetten aus pflanzlichen Quellen ersetzen, mit einem geringeren Mortalitätsrisiko verbunden sind, verglichen mit denen, die Kohlenhydrate durch Proteine und Fette aus tierischen Quellen ersetzen.

Kohlenhydrate in Maßen zu essen scheint für Gesundheit und Langlebigkeit optimal zu sein.

Die Beobachtungsstudie von mehr als 15.400 Menschen aus der Atherosklerose-Risiko-Studie (ARIC) in den USA fand heraus, dass Diäten mit sowohl niedriger (<40% Energie) als auch hoher (> 70% Energie) Kohlenhydrate mit einem Anstieg der Sterblichkeit verbunden waren, während moderate Konsumenten von Kohlenhydraten (50-55% der Energie) das geringste Mortalitätsrisiko hatten.

Die primären Ergebnisse, aus einer Metaanalyse von Studien über Kohlenhydrataufnahme mit mehr als 432.000 Menschen aus über 20 Ländern, deuten auch darauf hin, dass nicht alle kohlenhydratarmen Diäten gleiche Ergebnisse bringen.

Werden Kohlenhydrate durch tierische Proteine und Fette aus Lebensmitteln wie Rindfleisch Lamm, Schwein, Huhn und Käse ersetzt, ist mit einem höheren Mortalitätsrisiko verbunden. Alternativ dazu war der Verzehr von mehr pflanzlichen Proteinen und Fetten aus Lebensmitteln wie Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen mit einer geringeren Mortalität verbunden.

Low-Carb-Diäten, wo Kohlenhydrate durch Protein oder Fett ersetzt wird, gewinnen als Gesundheits- und Gewichtsabnahme-Strategie weit verbreitete Popularität. Studien deuten jedoch darauf hin, dass Tier-basierte kohlenhydratarme Diäten, die in Nordamerika und Europa vorherrschen, eine kürzere Gesamtlebensdauer verursachen. Wenn man sich stattdessen für eine kohlenhydratarme Diät entscheidet, kann der Austausch von Kohlenhydraten durch pflanzlichere Fette und Proteine das gesunde Altern auf lange Sicht fördert.

 

 

Journal Reference:

Sara B Seidelmann, Brian Claggett, Susan Cheng, Mir Henglin, Amil Shah, Lyn M Steffen, Aaron R Folsom, Eric B Rimm, Walter C Willett, Scott D Solomon. Dietary carbohydrate intake and mortality: a prospective cohort study and meta-analysis. The Lancet Public Health, 2018; DOI: 10.1016/S2468-2667(18)30135-X

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Süßstoffe und Gesundheit

29. April 2018

Das erhöhte Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen des Verzehrs von zu viel Zucker hat in den letzten Jahrzehnten zu einem dramatischen Anstieg des Verzehrs von kalorienfreien Süßstoffen geführt. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass Zuckerersatz auch gesundheitliche Veränderungen verursachen kann, die mit Diabetes und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht werden, was darauf hindeutet, dass der Wechsel von normalem auf Diät-Soda keinen Vorteil bringt.

Trotz der Zugabe von kalorienfreien Süßstoffen zu unserer täglichen Ernährung kommt es zu einem drastischen Anstieg von Fettleibigkeit und Diabetes.

Künstliche Süßstoffe sind weltweit eines der am häufigsten verwendeten Nahrungsmittelzusätze, die häufig in Diät- und kalorienfreien Limonaden und anderen Produkten eingesetzt werden.

 

 

Moderne biochemische und molekularbiologische Untersuchungen an Ratten und in der Zellkultur zeigen jedoch auch, dass Zuckeraustauschstoffe Auswirkungen auf Diabetes und Fettleibigkeit haben. Bei diesen Untersuchungen wurden Ratten unterschiedlichen Diäten ausgesetzt. Einerseits Diäten die Glucose oder Fruktose bzw. künstliche Süßstoffe wie Aspartam oder Acesulfam-Kalium enthielten. Nach drei Wochen konnte man signifikante Unterschiede bei verschiedenen Metaboliten, Fetten und Aminosäuren feststellen.

 

 

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass künstliche Süßstoffe die Verarbeitung von Fetten in unserem Körper verändern. Weiters fand man, dass sich Acesulfam-Kalium im Blut anreichert. Diese höheren Konzentrationen können eine schädigende Wirkung auf Zellen haben, die die Blutgefäße auskleiden.

Der Einsatz von kalorienfreien künstlichen Süßstoffen führt zu negativen Veränderungen des Fett- und Energiestoffwechsels.

Bildquelle: Yang, Qing. “Images in This Article.” Yale Journal of Biology and Medicine. U.S. National Library of Medicine, 29 Nov. 0005. Web. 18 Nov. 2014.

 

 

 

Bildquelle: Cristina Perciuleac , perciuleacphoto, Cristina Perciuleac photographer

 

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Darmschleimhaut und Übergewicht

31. März 2018

Übergewicht und die damit assoziierten Folgekrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs nehmen weltweit zu. Noch immer werden Übergewichtige stigmatisiert und dem Übergewichtigen werden mangelnde Selbstkontrolle in der Auswahl und Menge der Nahrungszufuhr, sowie mangelnde körperliche Aktivität infolge einer generellen phlegmatischen Haltung unterstellt.

Die Kontrolle des Energiehaushaltes ist allerdings ein komplexes und ausgeklügeltes System, bei dem zahlreiche Organsysteme involviert sind. Der freie Wille und die Selbstkontrolle machen hier nur einen kleinen Teil aus, während die Prozesse zur Regulation des Energiehaushaltes vorwiegend unbewusst ablaufen und nebst zentralnervösen Strukturen wie Hypothalamus und Hirnstamm, den Gastrointestinaltrakt sowie das Fett- und Muskelgewebe einschließen.

Ein Mechanismus, der bei Appetitregulation eine wichtige Rolle spielt, ist die Freisetzung von Sättigungshormonen. Die Schleimhaut des Dünndarms besteht aus 90% gewöhnlichen Darmzellen, sogenannten Enterozyten, die für die Aufnahme von Nahrungsbestandteilen verantwortlich sind, sowie aus 10% schleimproduzierenden Zellen.Daneben gibt es aber hochspezialisierte Zellen-die sogenannten enteroendokrinen Zellen-die zwar nur 1% der Zellpopulation ausmachen, in ihrer Gesamtheit aber das größte endokrine Organ des menschlichen Körpers darstellen.

Diese Zellen verfügen an ihrer Oberfläche über zahlreiche Rezeptoren, über die der Darminhalt laufend analysiert wird. Diese Zellen sind in der Lage, Peptide (Sättigungshormone) herzustellen. Abhängig vom Inhalt des vorbeiziehenden Speisebreis werden diese Sättigungshormone ins Blut abgegeben und signalisieren somit, dass genügend Nahrung zugeführt würde und die Mahlzeit beendet werden kann. Übergewichtige besitzen ein vermindertes Sättigungsgefühl und die im Blut zirkulierenden Sättigungshormone nach einer Mahlzeit sind im Vergleich zu Normalgewichtigen deutlich reduziert.

 

Weiters zeigt sich, dass die Anzahl an enteroendokrinen Zellen bei den Übergewichtigen signifikant niedriger sind als bei Normalgewichtigen.

Sättigungshormone wirken an zahlreichen Endorganen gleichzeitig: im Gehirn (Sättigungsgefühl), Pnakreas (Modulation der Insulin- und Glukagonfreisetzung), Leber (Anpassung der Gluconeogenese), Muskelgewebe (Insulinsensitivität), Niere (Natriurese) und Fettgewebe (Anpassung der Lipolyse, Thermogenes) usw.

Es ist wichtig, die Adipositas als eine Krankheit mit reproduzierbaren Veränderungen in der Energie- und Sättigungsregulation zu begreifen und der Stigmatisierung entgegenzuwirken.

Quelle: Darmschleimhaut und Übergewicht, Nutrition-News, Jahrgang 15, Ausgabe1/18, Seite 11-12

 

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Die positiven Effekte des Kalorienreduzierens!

25. März 2018

Eine der ersten Studien, die die Auswirkungen der Kalorienrestriktion auf den Menschen untersuchte, zeigte das die Senkung der Kalorienzufuhr um 15% für 2 Jahre das Altern und den Stoffwechsel verlangsamt und vor altersbedingten Krankheiten schützt.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift Cell Metabolism erschien, fand heraus, dass die Kalorienrestriktion den systemischen oxidativen Stress verringert, der mit altersbedingten neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson sowie Krebs, Diabetes und anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Die Begrenzung von Kalorien kann den Grundstoffwechsel verlangsamen, und wenn Nebenprodukte des Stoffwechsels Alterungsprozesse beschleunigen, kann die über mehrere Jahre anhaltende Kalorienresistenz helfen, das Risiko für chronische Krankheiten zu senken und das Leben zu verlängern.

CALERIE (Comprehensive Assessment of the Long-Term Effects of Reducting Intake of Energy) war die erste randomisierte kontrollierte Studie, um die metabolischen Effekte der Kalorienrestriktion bei nicht-adipösen Menschen zu testen. Diejenigen in der kalorienreduzierten Gruppe verloren im Durchschnitt fast 9 kg, obwohl sie keiner bestimmten Diät folgten und der Gewichtsverlust nicht das Ziel der Studie war.

Nebenwirkungen wie Anämie, übermäßiger Knochenverlust oder Menstruationsstörungen wurden nicht beobachtet. Viele Faktoren, wie antioxidative Mechanismen und diätetische und biologische Faktoren, beeinflussen den Stoffwechsel, die aktuellen Theorien besagen, dass ein langsamerer Stoffwechsel für gesundes Altern am förderlichsten ist und das Organismen, die Energie am effizientesten verbrennen, die längste Lebensdauer haben.

„Die CALERIE-Studie vereinigt zwei Theorien des menschlichen Alterns: die langsame Metabolisierung und die Theorie der oxidativen Schäden. Eine Überproduktion freier Radikale führt zu oxidativen Schäden an Lipiden, Proteinen und DNA, was zu chronischen Erkrankungen wie Arteriosklerose, Krebs und Diabetes führt.

 

Bildquelle: Cristina Perciuleac , perciuleacphoto, Cristina Perciuleac photographer

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Fleischkonsum und Krebsrisiko!

17. März 2018

Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinigten Nationen (FAO) wurden im Jahr 1980 etwas 30 kg pro Person pro Jahr verzehrt, 2005 waren es schon 41 kg, in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Männern 55-60 kg, bei Frauen etwas über die Hälfte dieser Menge. Damit liegen alle Gruppen, vor allem aber die Männer, über den gängigen Verzehrempfehlungen. Der World Cancer Research Fund empfiehlt einen Verzehr von lediglich 500 g Fleisch und Wurstwaren pro Woche (26 kg pro Jahr), wovon möglichst wenig verarbeitet sein sollte.

Rotes (vor allem Rind und Schwein) und weißes Fleisch (Geflügel) liefern zahlreiche wichtige Nährstoffe (Protein, Vitamin A, Vitamine B1,B6,B12, Eisen, Zink).

Die Lagerung von rotem Fleisch war vor der Verarbeitung von Kühlschränken nur begrenzt möglich und eine Haltbarmachung durch Salzen, Pökeln, Räuchern und Trocknen notwendig. Diese Methoden dienen auch dem Farberhalt und dem Geschmack. Auf der anderen Seite kann Nitritpökelsalz in Magen und Darm des Menschen zur Nitrosaminbildung führen. Häm-Eisen in rotem Fleisch und Räuchern fördern die Nitrosaminbildung. Grillen und Räuchern von Fleisch führen zur Bildung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese und andere Mechanismen werden als Ursache für ein erhöhtes Risiko von Krebs, kardiovaskulären Krankheiten (CVD) und Typ-2-Diabetes  bei hohem Konsum von rotem und vor allem verarbeitetem Fleisch diskutiert.

Viele prospektive Kohorentenstudien zeigen einen moderaten positiven Zusammenhang zwischen dem Verzehr von verarbeitetem roten Fleisch und der Gesamtmortalität.

Im Jahr 2013 waren 644.000 Todesfälle auf den hohen Verzehr von verarbeitetem und 102.000 auf den hohen Verzehr von unverarbeitetem roten Fleisch zurückzuführen. Im Vergleich zu Rauchen (5.818.000 Todesfälle) sind diese Zahlen klein und bewegen sich im Bereich, die beispielsweise für Passivrauchen und berufliche Expositionen geschätzt werden.

Eine neuere Auswertung einer USA-Kohorte zeigte, dass Häm-Eisen und Nitrat/Nitrit einen Großteil des positiven Zusammenhanges zwischen dem Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch und Gesamtmortalität sowie auch Krebs- und CVD-Mortalität erklären.  

Pro Mehrkonsum von 50 g verarbeitetem Fleisch pro Tag steigt das Dickdarmrisiko um 18%. In absoluten Risiken bedeutet dies, dass in der Schweiz ein Verzicht auf den Verzehr von 50 g verarbeitetem Fleisch am Tag das absolute Risiko, im Laufe des Lebens an Dickdarmkrebs zu erkranken, bei Männern von 6,3 auf 5,2% und bei Frauen von 4,7 auf 3,9% senkt. Anders ausgedrückt erkranken von 1000 Männern 52 statt 63 und bei Frauen 39 statt 47 an Dickdarmkrebs. In Deutschland und Österreich sind die Zahlen ähnlich. 

Quelle: Wie (un)gesund ist Fleisch wirklich?

Nutrition News, Jahrgang 15, Ausgabe 1/18, Seite 9

 

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Jeder reagiert auf eine Diät anders!

8. März 2018

Eine über 12 Monate dauernde Studie zeigte, dass jeder Mensch auf eine Diät anders reagiert. Über einen 12-monatigen Zeitraum verfolgte man das Gewicht, die Körperzusammensetzung, Insulin-Ausgangsspiegel und wie viele Gramm Fett oder Kohlenhydrate die Studienteilnehmer täglich verzehrten. Am Ende der Studie hatten Personen in beiden Gruppen im Durchschnitt 6 kg verloren. Es gab jedoch immer noch immense Variabilität bei der Gewichtsabnahme, einige fielen um 27 kg, während andere 8 oder 9 kg zunahmen.

Das wichtigste Ergebnis dieser Studie ist, dass das Ergebnis zur Gewichtsreduktion, bei einer fettarmen oder einer kohlenhydratarmen Diät ähnlich ist.

Die allgemeine Empfehlung lautet, weniger Zucker, weniger raffiniertes Mehl und so viel wie möglich Gemüse zu essen, weiters ist Vollwertkost zu bevorzugen. Am meisten verloren die Studienteilnehmer an Gewicht, wenn sie mehr darüber nachgedacht haben, was sie essen.

 

 

 

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Vitamin D, welche Menge ist optimal?

7. März 2018

In einer neueren Studie über Vitamin D wurde gezeigt, dass die richtige Menge an Vitamin D das Sterberisiko bei Herz-Kreislauferkrankungen erheblich reduziert. Zu viel oder zu wenig erhöht jedoch das Risiko. In der Studie wurden bis zu 4.000 Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus dem Jahr 2000 über einen Zeitraum von 12 Jahren untersucht. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer war zu Beginn der Studie 62 Jahre alt.

 Schwierige Empfehlungen !

Die Studie zeigte, dass Blutwerte zwischen 42 und 100 nmol / l günstig sind. Wenn man höhere oder niedrigere Werte hat, besteht ein höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Es ist jedoch schwierig, allgemein eine Empfehlung zu geben, wie viel Vitamin D man einnehmen sollte. Die optimale Menge an Vitamin D-Ergänzung variiert von Mensch zu Mensch. Es hängt davon ab, wo man lebt und welche Art von Ernährung man hat. Beispielsweise empfehlen die nordischen Länder eine Aufnahme von 10 Mikrogramm pro Tag aus allen Vitamin-D-Quellen, die USA empfiehlt 15 Mikrogramm und Deutschland 20.  Selbst wenn Norweger weniger Sonne bekommen als die Deutschen, haben die Norweger mehr Fisch in ihrer Ernährung. Fisch und Lebertran sind im Winter wichtige Quellen für Vitamin D, zusätzlich zu den körperlichen Aktivitäten im Freien im Sommer.

 

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