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Übergewicht und Tod durch Herzerkrankungen

3. März 2018

Der Einfluss von Übergewicht auf Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzversagen oder Tod durch Herzerkrankungen:

Die Wahrscheinlichkeit, bei übergewichtigen Männern im Alter von 40 bis 59 Jahren einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt, eine Herzinsuffizienz oder kardiovaskuläre Todesfälle zu erleiden, war 21 Prozent höher als bei normalgewichtigen Männern. Bei übergewichtigen Frauen waren die Chancen um 32 Prozent höher als bei normalgewichtigen Frauen.Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls, Herzinfarkts, Herzversagens oder kardiovaskulären Todes bei adipösen Männern mittleren Alters im Alter von 40 bis 59 Jahren war um 67 Prozent höher als bei Männern mit normalem Gewicht. Bei adipösen Frauen waren die Chancen um 85 Prozent höher als bei normalgewichtigen Frauen.

Normalgewichtige Männer mittleren Alters lebten auch 1,9 Jahre länger als adipöse Männer und sechs Jahre länger als krankhaft fettleibig. Normalgewichtige Männer hatten eine ähnlich lange Lebenserwartung wie übergewichtige Männer. Normalgewichtige Frauen mittleren Alters lebten 1,4 Jahre länger als übergewichtige Frauen, 3,4 Jahre länger als adipöse Frauen und sechs Jahre länger als krankhaft übergewichtige Frauen.

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Ballaststoffe-ein unterschätzter Gesundheitsfaktor

27. Dezember 2017

Es zeigt sich immer mehr, dass wir in unseren Lebensmitteln, nicht genug Ballaststoffe vorfinden. Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Polysaccharide (Kohlenhydrate), die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen.

Sie kommen unter anderem in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und in geringen Mengen in der Milch vor. Ballaststoffe werden in wasserlösliche (Johannisbrotkernmehl, Guar, Pektin und Dextrine) und wasserunlösliche (zB Cellulose) eingeteilt.

Unsere ballaststoffarme Ernährung wird auch mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Gewichtszunahme oder Diabetes in Verbindung gebracht. Aus Studien mit Mäusen weiß man, dass eine ballaststoffreduzierte Kost schnell zu einer Gewichtserhöhung, hohem Blutzucker und Insulinresistenz führt. Es zeigte sich, dass dieser Effekt bereits nach wenigen Tagen eintritt. Dabei nimmt die Dicke der Magenschleimhaut deutlich ab. Weiters entwickelten die Mäuse ein unausgeglichenes Verhältnis von verschiedenen Bakterienstämmen in ihrem Darm.

 

Täglich sollten wir ca. 30 g Ballaststoffe aufnehmen.

30 g Ballaststoffe befinden sich in folgen Lebensmitteln:

 

3 Scheiben Vollkornbrot (150 g)           12 g  Ballaststoffe

1 Port. Kartoffeln, 200 g                              4 g  Ballaststoffe

1 Port. Gemüse, 200 g                                  6 g  Ballaststoffe

1 Port. Blattsalat, 100 g                              1,5g Ballaststoffe

1 Apfel                                                                    3 g Ballaststoffe

1 Birne                                                                   4 g Ballaststoffe

 

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Emotionen-Appetit und Essverhalten!

23. Dezember 2017

Frustessen, wenn die Dinge nicht so laufen; Nervennahrung vor der Prüfung, Essen als Trost bei Enttäuschungen: In diesen Mustern finden sich viele Menschen wieder und es ist klar, dass Essen hier nicht der Energieaufnahme sondern zur Emotionsregulierung dient.

Dies geschieht häufig nicht über Hauptmahlzeiten, sondern über Snacks oder Naschereien, die einen hohen Zucker- und Fettgehalt aufweisen.

Emotionales Essen wird häufig definiert als erhöhte Nahrungsaufnahme, um negative Emotionen und Stress zu bewältigen. Dies lässt sich besonders ausgeprägt bei Menschen mit Essstörungen wie Bulimie oder Bing-Eating-Störung beobachten.

Was also führt dazu, dass manche zum „emotionalen Überessen“ und andere zum „emotionalen Unteressen“ tendieren?

 

Ein hoher Body-mass-Index (BMI) und weibliches Geschlecht machen das Auftreten von emotionalem Essen wahrscheinlicher, ebenso wie ein gezügelter und externaler Essensstil.

Stress und Zeitdruck führen zu einer Reduktion geschmacksbasierten Essens, während positive Emotionen mit vermehrtem geschmacksbasierten Essen zusammenhingen.

Gezügelte Esser bemühen sich stark, ihr Gewicht durch gezielte Einschränkung der Nahrungsaufnahme zu kontrollieren, was ihnen jedoch unter Belastung oftmals nicht mehr gelingt, was bis zu unkontrollierten Essanfällen führt.

Externale Esser lassen sich mehr vom Aussehen oder Geruch eines Nahrungsmittels zum Essen verleiten als von ihrem tatsächlichen Hungergefühl und essen dadurch häufig mehr als vom Körper benötigt.

Emotionales Überessen kann jeglichen medizinisch notwendigen Veränderungen der Essensauswahl sowie einer Gewichtsreduktion im Wege stehen und sollte daher bei der Interventionsplanung berücksichtigt werden.

Quelle:Nutrition-News,  Jahrgang 14, Ausgabe 4/17

Fotoquelle: Jesper Bang-p Thortzen

 

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Rotes Fleisch und Krebs!

16. Dezember 2017

Aus einigen Studien ist bekannt, dass Menschen die viel rotes Fleisch essen, auch ein erhöhtes Risiko für manche Krebsarten haben. Nun scheint es auch eine rationale Erklärung für dieses Ergebnisse zu geben. Rotes Fleisch, wie es von Schweinen, Kälbern usw. gewonnen wird, enthält ein spezielles Zuckermolekül das man Neu5Gc nennt. Dieses Zuckermolekül wird durch Fleisch oder Milchprodukte aufgenommen und lagert sich in die menschlichen Zellen ein. Dort wird es vom menschlichen Immunsystem erkannt und erzeugt dadurch chronische Entzündungen, welche die Bildung von Krebszellen verstärken. Interessanterweise enthält gerade Kaviar eine sehr hohe Konzentration an Neu5Gc. 
Das Gen für Neu5Gc wird CMAH-1 bezeichnet. Vögel enthalten kein aktives CMAH-1 Gen. Deshalb haben Hühner, Truthühner oder Gänse keine Neu5Gc Zucker. Die Inaktivierung des Genes hat auch für den Menschen Vorteile. Z.B. benötigt der Malariaerreger Neu5Gc. Der Neu5Gc Zucker gehört in die Gruppe der Sialinsäuren. Im Menschen kommt ausschließlich N-Acetylneuraminsäure vor, das Enzym CMP-Neu5Ac-Hydrolase, welches die Bildung von N-Acetylneuraminsäure aus N-Acetylneuraminsäure katalysiert, beim Menschen nicht funktional ist. Das Gen, welches für das entsprechende Enzym codiert, ist beim Menschen durch eine Mutation funktionslos.

Sateesh Peri et al. Phylogenetic distribution of CMP-Neu5Ac hydroxylase (CMAH), the enzyme synthetizing the pro-inflammatory human xeno-antigen Neu5Gc. Genome Biology and Evolution, December 2017 DOI: 10.1093/gbe/evx251
The gene CMAH, that allows for the synthesis of a sugar called Neu5Gc, is missing from humans. This sugar is present in red meats, some fish and dairy products. When humans consume an animal with that gene, the body has an immune reaction to the foreign sugar, which can cause inflammation, arthritis, and cancer. Researchers have analyzed 322 animal genome sequences looking for animals with the presence of active CMAH genes

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Diabetes-rückgängig machen!

8. Dezember 2017

Durch ein Gewichtsreduktionsprogramm ist es möglich Diabetes rückgängig zu machen!

Zurzeit gibt es etwa 450 Millionen Menschen die an Diabetes leiden. Man schätzt, dass es bis 20140 etwa 650 Millionen sind.

Eine Studie zeigte auf, dass Personen die bis zu 10 kg an Gewicht verloren haben, nach ca. 1 Jahr keine Krankheitssymptome mehr aufweisen. Selbst wenn sie an der Krankheit bereits über Jahre erkrankt waren. Ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung von Diabetes ist eine hohe Fettmenge in der Leber oder im Pankreas. Die verabreichte Formuladiät war so aufgebaut, dass man 3-5 Monate nur etwa 835 kcal/d zu sich nahm. Anschließend wurden die Probanden wieder auf normale „Ernährung“ umgestellt. Gleichzeitig wurde damit aber auch ein Programm für mehr Bewegung etabliert. Die original Arbeit findet man in der renommierten Zeitschrift

 

Primary care-led weight management for remission of type 2 diabetes (DiRECT): an open-label, cluster-randomised trial. The Lancet, December 2017 DOI: 10.1016/S0140-6736(17)33102-1

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Hohe Salzkonzentration und erhöhter Bluthochdruck!

25. November 2017

In einer neuen wissenschaftlichen Arbeit konnte gezeigt werden, dass ein hoher Salzkonsum dazu führt, bestimme Mikroorganismen (Lactobacillus murinus) in unserem Darm zu reduzieren. Was zur Folge hat, dass bestimmte entzündungsfördernde Immunzellen aktiviert werden und diese zu einer Erhöhung des Blutdruckes führen. Mit der Unterstützung von Probiotika konnte dieser Effekt reduziert werden. Es ist schon lange bekannt, dass zu viel Salz zumindest bei einem bestimmten Bevölkerungsanteil zu hohem Blutdruck führt. Der Mechanismus ist einfach zu verstehen, zu viel Salz führt zu einer höheren Konzentration an Salz im Blut, dies versucht der Körper durch mehr Flüssigkeitsvolumen auszugleichen und dies führt zu einer höheren Beanspruchung der Gefäße und des Herzens.

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Welchen Einfluss hat die Genetik auf die Fettleibigkeit!

18. November 2017
Häufig wird behauptet, dicke Menschen essen zu viel und bewegen sich zu wenig. Diese Aussage ist zu einfach, wie auch eine neuere wissenschaftliche Arbeit zeigt. Das Gen für das Protein Ankyrin B kommt in der Bevölkerung in unterschiedlichen Ausführungen vor. Weiters kommt es in allen Körperzellen vor. Es hat eine wichtige Funktion in der Stabilisierung von Transportproteinen (z.B. Glucosetransporter) in einer Zelle. Eine Genvariante von diesem Protein kommt relativ häufig in der Bevölkerung vor. Diese Genvariante bewirkt, dass Zellen Glucose viel schneller aufnehmen. Mäuse die diese Genvariante tragen, werden viel schneller dick.

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Zehnmal mehr übergewichtige Kinder seit 1975!

21. Oktober 2017

Die Anzahl der übergewichtigen Kinder im Alter zwischen 5 und 19 Jahren hat sich verzehnfacht. Wenn dieser Trend weiter anhält, haben wir 2022 mehr übergewichtige als untergewichtige Kinder, trotz Hungersnöten in der dritten Welt.

In einer Studie an der 130 Millionen Menschen teilgenommen haben (31,5 Millionen in der Altersklasse 5-19 und 97,4 Millionen älter als 19 Jahre) hat man im Zeitraum  1975 bis 2016 folgende Veränderungen festgestellt. 1975 waren 5 Millionen Mädchen und sechs Millionen Buben, 2016 50 Millionen Mädchen und 74 Millionen Buben vom Übergewicht betroffen.

Ein wesentlicher Grund, warum sich diese Zahlen so erhöhten ist, dass gesunde Lebensmittel für viele Menschen einfach zu teuer sind. Die stärksten Veränderungen gab es in Ländern mit niedrigem bzw. mittlerem Einkommen. Am meisten war Ostasien von dieser Entwicklung betroffen. Auch Polynesien oder Mikronesien waren stark davon betroffen. In Europa vorwiegend Malta und Griechenland. In Ländern mit hohem Einkommen ist die Entwicklung weites gehend stabil. Ausgenommen davon ist die USA wo die Entwicklung steil nach oben geht.

 

World will have more obese children and adolescents than underweight by 2022

The number of obese children and adolescents (aged 5 to 19 years) worldwide has risen tenfold in the past four decades, according to a new study led by Imperial College London and the World Health Organization (WHO). If current trends continue, more children and adolescents will be obese than moderately or severely underweight by 2022.

NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC). Worldwide trends in body-mass index, underweight, overweight, and obesity from 1975 to 2016: a pooled analysis of 2416 population-based measurement studies in 128*9 million children, adolescents, and adults. The Lancet, 2017 DOI: 10.1016/ S0140-6736(17)32129-3

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Eisensupplemente helfen untergewichtigen Babies, sich normal zu entwickeln!

1. Oktober 2017

285 Babyies mit einem Geburtsgewicht von 2000-2500 Gramm wurden mit einem Eisenpräparat ( Eisensuccinat-Tropfen) supplementiert. Die Verabreichung erfolgte von der sechsten Woche bis zum sechsten Monat. Wobei eine Gruppe 1 mg, eine andere 2 mg und eine dritte Gruppe (Placebogruppe) kein Supplement erhielt. Im siebten Lebensjahr wurden Tests durchgeführt, die zeigen sollten ob diese Kinder Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Kinder mit dem Eisenpräparat waren vergleichbar mit Kindern mit normalem Geburtsgewicht. Die Placebogruppe zeigt typische Verhaltensmuster für Eisenmangel.

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